Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Theils aus Steinen und feſt gebaut. Im obern Theile der Stadt ſteht die ehrwürdige Domkirche, die ſich mit Weſtminſter oder Vorkminſter vergleichen läßt. Wenn man von da herab bis zum Marktkreuz geht, ſo liegt ungefähr auf halbem Wege das Kolle⸗ gium, ein anſehnliches, altes Gebäude, mit allen möglichen Be⸗ quemlichkeiten für Profeſſoren und Studenten, einer ſchönen Bibliothek und einem mit aſtronomiſchen Inſtrumenten reichlich verſehenen Obſervatorium. Die Einwohnerzahl wird auf dreißig⸗ tauſend geſchätzt, und überall entdeckt man Zeichen von Wohlha⸗ benheit und Gemächlichkeit in dieſer Handelsſtadt, die übrigens auch nicht ohne ihre Fehler und Unvollkommenheiten iſt. Die öffentlichen Brunnen haben faſt alle ein hartes und etwas ſalziges Waſſer, ein Uebelſtand, der um ſo unverzeihlicher iſt, da in der niederen Stadt der Fluß Clyde den Leuten an den Thüren vorbei fließt, und bis über die Domkirche hinaus Quellen und Bächlein genug da ſind, um einen großen Behälter mit vortrefflichem Waſ⸗ ſer zu verſorgen, welches von da aus in alle Gegenden der Stadt geleitet werden könnte. Es wäre weit wichtiger, in dieſem Punkte für die Geſundheit der Einwohner zu ſorgen, als daß man durch das ewige Bauen von neuen Gaſſen, Plätzen und Kirchen auf die Verſchönerung der Stadt bedacht iſt. Ein anderer Fehler, dem nicht ſo leicht abzuhelfen ſeyn dürfte, iſt die Untiefe des Fluſſes, auf welchem kein Schiff von einiger Schwere näher als auf etwa zwei bis drei Meilen an die Stadt kommen kann, ſo daß die Kaufleute genöthig ſind, ihre Schiffe in Greenock und Port Glas⸗ gow zu befrachten und abzuladen, zwei Ortſchaften, die näher am Ausfluſſe des Clyde liegen, wo der Fluß bereits eine halbe Stunde breit iſt. Die Leute in Glasgow haben einen rühmlichen Unter⸗ nehmungsgeiſt. Herr Moore, ein Chirurg, an den ich von Edin⸗ burgh aus Empfehlungen hatte, hat mich bei den erſten Kaufleuten der Stadt eingeführt. So wurde ich mit Herrn Cochrane bekannt, welchen man einen von den Weiſen des Königreichs nennen darf.