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ſcheint wäliſch. Die Berge, Thäler und Ströme, die Luft und das Klima, das Ochfenfleiſch, Hammelfleiſch und Wildpret— Alles iſt wäliſch. Gleichwohl muß man geſtehen, daß dieſe Leute in manchen Artikeln beſſer verſehen ſind, als wir. Sie haben Roth⸗ und Hochwildpret in Fülle, und dieſes iſt um dieſe Jahreszeit fett und zart, ihr See wimmelt von einer Menge der feinſten Fiſche, die man ſich denken kann, und ſie haben Mittel, ſich um ſehr ge⸗ ringen Preis trefflichen Claret zu verſchaffen.
Unſer Wirth iſt in dieſer Gegend ein Mann von Bedeutung, ein jüngerer Sohn aus der Familie der Argyle und erblicher Haupt⸗ mann eines ſeiner Schlöſſer. Sein Name heißt in gutem Engliſch Dougal Campbell; da es jedoch eine Menge von Leuten dieſes Namens gibt, ſo unterſcheidet man ſie wie bei den Wälſchen durch patronimiſche Bezeichnung; und wie ich einen alten Briten gekannt habe, der Madoc⸗ap-Morgan ap⸗Zenkin ap⸗Jones hieß, ſo nennt ſich unſer hochländiſches Familienhaupt Doul Mac⸗amiſh Mac⸗vul ich⸗ian, was bedeutet: Doughal, der Sohn Jacobs, des Sohns Doughal, des Sohnes Johanns. Er hat während ſeiner Erziehungs⸗ Jahre Reiſen gemacht, und iſt geneigt, in ſeiner häuslichen Einrichtung gewiſſe Veränderungen vorzunehmen, findet es aber unmöglich, die alten Familiengebräuche abzuſchaffen, von denen einige drollig genug ſind. Sein Sackpfeifer zum Beiſpiel— was ein erbliches Amt in der Familie iſt— will auch kein Jota von ſeinem Privi⸗ legium vergeben. Er hat ein Recht, den Kilt oder die alte hoch⸗ ländiſche Tracht mit Beutel, Piſtolen und einem Dolch zu tragen; ein breites, gelbes Band, das an die Diskantpfeife geknüpft iſt, hängt ihm über die Schulter, und er ſchleppt es auf dem Boden, ſo lange er ſein Amt als Minſtrel verſieht. Dieſes Band kommt, wie ich glaube, von dem Panier oder Fähnlein her, das ehedem in Schlachten jedem Ritter vorangetragen wurde. Er ſpielt alle Sonntage vor dem Laird her, wenn er zur Kirche geht, um dieſe geht er dreimal herum und ſpielt dabei den Familienmarſch, welcher


