Teil eines Werkes 
15. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Tabby und ich haben auf unſerer Rückfahrt über den Frith gewaltige Angſt ausgeſtanden. Sie fürchtete ſich vor dem Ertrin⸗ fen und ich vor dem Erkälten, weil ich vom Setwaſſer ganz und gar durchnäßt wurde, doch ſind wir dießmal noch glücklich mit dem bloßen Schreck davon gekommen. Sie befindet ſich vollkommen wohl und ich wünſchte nur, ich könnte dieß auch von Liddy ſagen. Mit dem armen Kinde muß etwas ganz außerordentliches vorgehen; ſie verliert die Farbe, die Luſt zum Eſſen, iſt niedergeſchlagen, traurig, melanchvliſch, und oft findet man ſie in Thränen. Ihr Brnder hat ſie im Verdacht, ſie gräme ſich über Wilſon, und ſchwört dem Abenteurer Rache. Es ſcheint, ſie hat auf dem Ball einen heftigen Schreck gehabt über die plötzliche Erſcheinung eines gewiſſen Herrn Gordon, der beſagtem Wilſon ſehr ähnlich ſieht, aber ich glaube vielmehr, daß ſie ſich beim Tanze erhitzt und darauf erkältet hat. Ich habe den Pr. Gregory, einen liebenswürdigen Mann und ausgezeichneten Arzt, darüber gefragt, und dieſer räth die Luft in den Hochlanden und die Molkenkur, was offenbar keinem Patienten übel bekommen kann, der in den Waliſchen Ge⸗ birgen geboren und erzogen iſt. Der Rath des Doktors iſt mir auch deßwegen um ſo angenehmer, weil wir ihn an dem Orte in's Werk ſetzen können, den ich als das äußerſte Ziel unſerer Reiſe beſtimmt habe, ich meine die Grenzen von Argple. Herr Smollet, einer von den Richtern des Kommiſſionsgerichtes, das gegenwärtig ſeine Sitzungen hält, beſteht ſehr gütig auf ſeiner höflichen Einladung, wir möchten in ſeinem Landhauſe am Ufer des Loughlomond, etwa vier Meilen von Glasgow, unſere Woh⸗ nung nehmen. Nach letzterer Stadt gedenken wir in zwei Tagen abzureiſen und Stirling auf dem Wege mitzunehmen. Wir ſind von unſern Edinburgher Freunden reichlich mit Empfehlungsſchrei⸗ ben verſehen, und ich kann Sie verſichern, daß ich dieſelben nur ungern verlaſſe. Ich bin ſo weit davon entfernt, das Leben in dieſem Lande für etwas Unangenehmes zu halten, daß ich, wenn