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keit und guter Laune, auf's Angenehmſte gewürzt wurden. Nach dem Deſſert brachte Herr Fraſer folgende Toaſte aus, die ich hier nicht erklären kann:„Das Beſte in der Chriſtenheit!“—„Gibbs Contract!“—„Des Bettlers Wunſch!“—„König und Kirche!“— „Gryßbritannien und Irland!“ Sodann füllte er einen Humpen und wandte ſich gegen mich mit den Worten:„Herr Melford, auf daß alle Unfreundlichkeit aufhöre zwiſchen John Bull und ſeiner Schweſter Moggy!“ Die nächſte Perſon, die er ſich auserſah, war ein Edelmann, der lang auf Reiſen geweſen war.„Mylord,“ rief Fraſer,„dieſen Humpen auf's Wohl aller hochadeligen Herren, welche tugendhaft und patriotiſch genug ſind, ihr Geld zu Hauſe zu verzehren!“ Sofort wandte er ſich an ein Parlamentsmitglied „Mein Herr, ich weiß, Sie werden ſich nicht weigern, auf folgen⸗ den Toaſt zu trinken: Schmach und Schande über das Haupt jedes Schotten, der ſein Gewiſſen und ſeine Stimme verkauft!“ Nach einiger Pauſe ließ er ſeinen Witß an einem reich gekleideten Menſchen aus, der mit geringen Mitteln angefangen und ſich im Spiel ein bedeutendes Vermögen erworben hatte. Er füllte ſein Glas, nannte ihn beim Namen, und rief:„Lang lebe der Soldat, der mit leerem Torniſter in's Feld zieht und mit einem Sack voll Silber in die Winterquartiere kommt!“ Nachdem alle dieſe Toaſte mit rauſchendem Beifall aufgenommen worden waren, verlangte Herr Fraſer ein größeres Glas, füllte es bis an den Rand, ſtand auf, und nachdem alle ſeine Mitbrüder ſeinem Beiſpiel gefolgt, rief er:„Meine Lords und meine gnädigen Herren! dieſen Becher zur ſchuldigen Dankſagung für die große und unverdiente Ehre, die Sie heute Ihren armen Laufburſchen erwieſen haben!“ Nach⸗ dem er ſo geſprochen, tranken er und alle Uebrigen ihre Gläſer in einem Nu leer, verließen ihre Sitze, ſtellten ſich Jeder hinter einem der Gäſte auf und riefen:„Jetzt ſind wir wieder die Caw⸗ dies unſerer gnädigen Herren!“


