Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
Einzelbild herunterladen

170

Der Lord, dem Fraſers Satyre den erſten Hieb verſetzt hatte, machte Einwendungen gegen ſeine Abdankung. Er ſagte, da die Geſellſchaft auf Einladung der Cawdies erſchienen ſey, ſo erwarte er auch, daß ſie auf ihre Koſten bewirthet werde.Ganz und gar nicht, Mylord! rief Fraſer,ich möchte mich um Alles in der Welt keiner ſolchen Unverſchämtheit ſchuldig machen. Ich habe noch nie in meinem Leben einen Herrn beleidigt, und bin nun viel zu alt, um einer ſo ehrenwerthen Geſellſchaft eine ſolche Grobheit zu bieten.Nun gut, ſagte der Lord,da Du Deinen Witz aufgewendet haſt, ſo haſt Du ein Recht, Dein Geld zu ſparen. Du haſt mir einen guten Rath gegeben und ich will ihn in Gutem annehmen. Da Du Deinen Sitz freiwillig verlaſ⸗ ſen haſt, ſo will ich mit Erlaubniß der Geſellſchaft ihn einnehmen, und werde mich glücklich ſchätzen, als Bonifacius begrüßt zu werden. Er wurde ſofort zum Meiſter vom Stuhl erwählt und mit einem Humpen in ſeinem neuen Amte bekomplimentirt.

Die Gläſer gingen ohne Unterlaß ſo lange herum, bis ſie auf dem Tiſche zu tanzen ſchienen, und dieß war vielleicht ein Wink für die Damen, Muſik zu fordern. Abends acht Uhr be⸗ gann der Ball in einem andern Zimmer; um Mitternacht wurde wieder geſpeist, allein es war ſchon heller Tag, ehe ich meinen Weg nach Hauſe fand, und Seine Herrlichkeit hatte ohne Zweifel eine recht artige Rechnung abzumachen.

Kurz und gut, ich habe ſeit einigen Wochen dermaßen ge⸗ ſchwärmt, daß mein Oheim anfängt, um meine Geſundheit be⸗ ſorgt zu werden, und ſehr ernſthaft bemerkt, alle ſeine Leiden und Gebrechlichkeiten kommen von eben ſolchen Ausſchweifungen her, die er ſich in ſeiner Jugend erlaubt habe. Tante Tabby ſagte, es würde ſowohl für meine Seele als für meinen Leib un⸗ gleich heilſamer ſeyn, wenn ich, ſtatt ſolche liederliche Gelage zu beſuchen, Herrn Maffat und ſie begleiten würde, um eine Predigt