Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Herrn C., ſo wie Herrn Quin nach beſten Kräften Beſcheid that. Aber o weh! ich war ein Rekrute unter einer Schaar von Vetera⸗ nern, die ſich meiner Jugend erbarmten, und mich am andern Morgen wie, weiß ich nicht nach Hauſe ſchafften. Quin hatte ſich indeß in Beziehung auf das Kopfweh geirrt; der rothe Franzwein war zu aufrichtig, um mir ſo grauſam mitzu⸗ pielen.

Während mein Oheim mit den angeſehenen Gelehrten der Stadt ſeine Konferenzen hält, und unſere Frauenzimmer ſich mit Beſuchen bei den ſchottiſchen Damen zu ſchaffen machen, welches die beſten und gefälligſten Geſchöpfe von der Welt ſind, vertreibe ich mir die Zeit mit den jungen Wildfängen von Edinburgh, die mit einer großen Portion Witz und Lebhaftigkeit eine gewiſſe Klugheit und Behutſamkeit verbinden, wie man ſie bei ihren Nachbarn in den

Tagen jugendlich frohen Uebermuths nur ſelten findet. Einem

Schottländer entfällt nie eine Anſpielung, die zum Nachtheile irgend eines Mitgliedes der Geſellſchaft ausgelegt werden könnte, und von nationalen Sticheleien hört man niemals ſprechen. Ich muß geſtehen, in dieſem Punkt ſind wir gegen die Schotten ſowohl ungerecht als undankbar. Denn ſo weit ich urtheilen kann, hegen ſie eine wahre Hochachtung gegen die Einwohner von Südbritan⸗ nien, und ſprechen von unſerm Lande immer in den anſtändigſten Ausdrücken. Nichtsdeſtoweniger ſind ſie weit entfernt, unſere Mo⸗ den und modiſchen Laſter knechtiſch nachzuahmen. Alle ihre Ge⸗ bräuche, alle ihre öffentlichen und privatökonomiſchen Einrichtungen ſey's nun zum Behufe von Geſchäften oder von Luſtbarkeiten haben ihren eigenen Styl. Dieß zeigt ſich hauptſächlich in ihrem perſönlichen Benehmen, in ihrer Art und Weiſe, ſich zu kleiden, in ihrer Mufik und ſogar in ihrer Kocherei. Unſer Squire ver⸗ ſichert, er kenne kein Volk auf Erden, deſſen Nationalcharakter ſo ſcharf ausgeprägt wäre. Weil wir doch einmal auf den Artikel der Kochkunſt gekommen find, ſo muß ich geſtehen, daß einige ihrer Smollet's Romane. XV. 11