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ſteht zur Linken, wenn man durch Canongate einfährt. Dieſe Straße geht von hier an bis an das Thor Nether⸗Bow, welches jetzt abgebrochen iſt, und zieht ſich ununterbrochen eine volle eng⸗ liſche Meile vom Fuß an bis zur Spitze des Berges hin, auf welchem das Kaſtell in einer prachtvollen Lage zu ſehen iſt. In Beziehung auf ſchönes Pflaſter, auf die Breite und Höhe der Häu⸗ ſer an beiden Seiten wäre dieß unſtreitig eine der ſchönſten Stra⸗ ßen in Europa, wenn nicht, der Himmel weiß warum, ein garſtiger Klumpen kleiner Gebäude mitten im Wege läge, wie etwa Middle Row in Holborn. Die Stadt liegt auf, zwei Hügeln, zwiſchen beiden das Thal, und mit allen ihren Mängeln kann ſie als Haupt⸗ ſtadt eines mäßigen Königreichs wohl noch angehen. Sie iſt ſehr bevölkert und ertönt unaufhörlich vom Geraſſel der Kutſchen und anderer Fuhrwerke, die theils dem Luxus, theils dem gewerblichen Verkehr dienen. So viel ich bemerken kann, fehlt es hier durch⸗ aus nicht an Lebensmitteln. Das Ochſen- und Hammelfleiſch iſt ſo ſchön als in Wales, die See liefert gute Fiſche in Menge,das Brod iſt außerordentlich fein und das Waſſer vortrefflich, aber, wie ich beſorge, nicht in hinreichender Menge vorhanden, um allen Erforderniſſen der Reinlichkeit und Küche zu genügen, zwei Artikel, worin es unſere Nachbarn, die Schottländer, offenbar nicht gar zu genau nehmen. Das Waſſer wird von einem Berge in der Nachbarſchaft durch bleierne Röhren in eine Eiſterne auf den Hügel des Kaſtells gebracht, und von da durch andere Waſſerleitungen an die öffentlichen Brunnen in den verſchiedenen Theilen der Stadt abgegeben. Hier holen es männliche und weibliche Waſſerträger, und tragen es in kleinen Tonnen auf dem Rücken zwei, drei, vier, fünf, ja ſogar acht Treppen hoch. Jedes Stockwerk iſt ein voll⸗ ſtändiges Haus, wo eine beſondere Familie wohnt, und die für Alle gemeinſame Treppe wird in der Regel äußerſt ſchmutzig ge⸗ laſſen. Man muß wohl zuſehen, wohin man tritt, wenn man mit reinen Schuhen zu ſeiner Wohnung gelangen will. Nichts bildet


