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dem Ufer; worüber wir uns aber am meiſten wunderten— die Fläche ſtand, ſo weit man abſehen konnte, voll Waizen, und dieſer war ſo ſchön, wie ich ihn nur in den fruchtbarſten Gegenden Südbri⸗ tanniens jemals geſehen habe. Dieſe ſchöne Ernte ſteht im offenen Felde ohne alle Umfriedigung, und bekommt keinen andern Dünger als alga marina oder Meergras, das an der Küſte ſehr häufig wächst, ein Beweis, daß Boden und Klima günſtig ſind, die Land⸗ wirthſchaft dahier aber noch nicht denſelben Grad von Vollkom⸗ menheit erreicht hat, wie in England. Eine Umfriedigung von Gräben und Hecken würde nicht allein den Boden warm halten und die verſchiedenen Felder von einander unterſcheiden, ſondern auch die Saat vor den ſcharfen Winden ſchützen, die in dieſer Gegend der Inſel ſo häufig wehen.
Dunbar liegt ſehr vortheilhaft für den Handel und hat einen artigen Hafen, wo Schiffe, die nicht gar zu ſchwer beladen find, ſicher liegen können. Indeſſen ſcheint die Stadt doch nicht viele Geſchäfte zu machen. Von hier aus ſieht man auf dem ganzen Wege bis Edinburgh eine fortlaufende Kette von ſchönen Land⸗ ſitzen, die dem Adel oder andern begüterten Leuten angehören, und da jedes davon mit ſeinem eigenem Wäldchen und Pflanzungen umgeben iſt, ſo gewähren ſie einen äußerſt anziehenden Anblick in einem Lande, das im Uebrigen offen und frei daliegt. In Dunbar iſt ein ſchöner Thiergarten mit einem Jagdhauſe, wo Olivier Cromwell ſein Hauptquartier hatte, als Lesley an der Spitze der ſchottiſchen Armee die benachbarten Gebirge beſetzte und ihn der⸗ geſtalt ängſtigte, daß er ſich hätte einſchiffen und zu Waſſer zurück⸗ kehren müſſen, hätte nicht der Fanatismus der Feinde die Vortheile vernichtet, welche ſie durch die kluge Führung ihres Generals ge⸗ wonnen hatten. Ihre Geiſtlichen reizten ſie durch Ermahnungen, Bitten, Verſicherungen und Prophezeihungen, herabzukommen und die Philiſter in Gilgal zu erſchlagen, und ſo verließen ſie ihre Stellung, trotz aller Bemühungen Lesley's, der Raſerei ihres En⸗


