Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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gaben uns in ſein Haus, wo wir auf's Höflichſte und Flotteſte bewirthet wurden, zur großen Beſchämung unſerer Tante, deren Vorurtheile zwar allmählig zu ſchwinden anfingen, aber gleich⸗ wohl noch nicht völlig weggeräumt waren. Heute haben wir durch Vermittlung unſeres Freundes einige recht artige Zimmer bezogen, vier Treppen hoch in der Hauptſtraße; der vierte Stock wird hier nämlich für weit vornehmer gehalten als der erſte. Wahrſcheinlich iſt die Luft beſſer, allein es gehören auch gute Lungen dazu, um ſie ſo weit über der Oberfläche der Erde einzuathmen. So lange ich nun über derſelben bleibe, ſey es nun höher oder niedriger,

werde ich, wenn ich überhaupt noch athme, beſtändig bleiben Ihr ergebenſter Freund

H. Melford.

Edinburgh, den 18. Juli.

An Vortor Ludwig.

Lieber Doctor!

Der Theil von Schottland, der die Umgegend von Berwick bildet, ſcheint von der Natur zu einer Schranke zwiſchen zwei feindlichen Nationen beſtimmt zu ſeyn. Es iſt eine öde Wüſte von anſehnlichem Umfange, die nichts hervorbringt als Heide⸗ und Farrenkraut, und was ſie bei unſerer Durchreiſe noch grauenvoller machte, war ein dicker Nebel, vor dem wir kaum zwanzig Schritte weit ſehen konnten. Meine Schweſter begann ein ſchiefes Geſicht⸗ chen zu ſchneiden und ihr Riechfläſchchen zu gebrauchen; Liddy ſah ganz weiß und Jungfer Jenkins verzweiflungsvoll aus, allein nach ein paar Stunden hatten ſich dieſe Wolken verzogen. Zu unſerer Rechten erſchien die See und zur Linken traten die Gebirge ein wenig zurück und ließen eine angenehme Fläche zwiſchen ſich und