Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Der Hibernier war indeß ganz anderer Meinung.Wäre ſie nur erſt mein Weib geweſen, ſagte er,ſo hätte ſie davon laufen können, ſobald es ihr eingefallen wäre, ich wollte ſchon dafür ge⸗ ſorgt haben, daß ſie ihr Geld mir dagelaſſen hätte. Ach, ja, fuhr er ſeufzend fort,ſie iſt ein Judas Iſcharioth und hat mich ver⸗ rathen mit einem Kuß. Gerade wie Judas hat ſie auch den Beu⸗ tel mitgenommen und mir nicht ſo viel Geld zurückgelaſſen, daß ich nach London zurückreiſen kann. Da ich nun einmal ſo herab⸗ gekommen bin und der Spitzbube, der daran Schuld iſt, Sie ohne Bedienten gelaſſen hat, ſo können Sie mir wohl ſeine Stelle ge⸗ ben; ſo wahr Gott lebt, Sie können kein beſſeres Werk thun. Ich bat ihn, er möchte mich entſchuldigen, und verſicherte, ich wolle mir lieber alle Unbequemlichkeiten gefallen laſſen, als einen Nach⸗ kommen des großen Twer Owen wie einen Bedienten behandeln. Zugleich rieth ich ihm, zu ſeinem Freunde Cosgrave zurückzukeh⸗ ren und von Neweaſtle aus zu Waſſer zu reiſen, wozu ich ihm einen kleinen Reiſepfennig ſchenkte, worauf er mit ſcheinbarer Er⸗ gebung in ſein Schickſal abzog. Ich habe jetzt einen Schottländer, Namens Archy M'Alpin, auf die Probe genommen, einen alten Soldaten, deſſen letzter Herr, ein Oberſt, erſt vor Kurzem in Berwick geſtorben iſt. Der Kerl iſt ſchon grau und verwittert, wurde mir aber wegen ſeiner Treue von Frau Humphry empfoh⸗ len, unſerer Wirthin in Tweedmouth, einem recht guten Weibchen, von der alle Reiſende, die dieſes Weges kommen, mit vielem Lobe ſprechen.

Klinker ſchätzt ſich ohne Zweifel glücklich, daß er ſeinen ge⸗ fährlichen Nebenbuhler losgeworden, und er iſt ein zu guter Chriſt, um Dutton ſein Glück nicht zu gönnen. Auch Jungfer ZJenkins wird Urſache haben, ſich zu dieſem Ausgang der Sache zu gratu⸗ liren, wenn ſie mit kaltem Blute darüber nachdenkt. Denn ob ſie gleich auf einige Zeit in die Netze fallen mußte, die ihrer Ei⸗ telkeit gelegt waren, ſo iſt doch Humphry gewiß der Polarſtern,