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dem Leibſchneider des Königs, in Huffolkſtreet ins Haus, und dieſer machte mich zu ſeinem Privatſekretär. Ja, ich war der Letzte, den er durch ſeine Bürgſchaft losmachte, denn ſeine Freunde gingen ſo mit ihm um, daß er ſich betheuerte, er werde für keinen einzigen mehr gutſprechen, ſobald es über zehn Pfund ſeyen, denn, ſehen Sie, er war ſo gut, er konnte Niemand was abſchlagen, und ſo hätte er bald um ſein ganzes Vermögen kommen müſſen; wenn das Leben noch länger ſo fortgedauert hätte, ſo wäre er bald als Gantmann geſtorben. Und ſo verliebte ich mich in Miß Skinner, eine junge Dame von fünftauſend Pfund Vermögen, welche mir verſprach, mich zu heirathen, wie ich ging und ſtand. Heute noch wäre ich zu ihrem Beſitze gelangt, wäre nicht dieſer Spitzbube, Ihr Bedienter, wie ein Dieb gekommen und hätte mir das Meinige geſtohlen, nachdem er ihr weißgemacht, ich ſey ein Schneider und ſie werde doch nicht einen ſolchen Neuntelsmann heirathen wollen. Allein der Teufel verbrenne meine arme Seele, wenn ich ihn in den Gebirgen von Tulloghobegly erwiſche, und ihm dann nicht weiſen will, daß ich ein neunmal beſſerer Mann bin als er oder ſonſt eine Wandlaus aus ſeinem Lande.“
Als er ſeinen erſten Kummer vom Herzen weggeſprochen hatte, ſagte ich ihm, es thue mir leid, daß er ſich ſo habe übertölpeln laſſen, indeß gehe die Sache mich nichts an, und der Kerl, der ihm ſeine Braut geſtohlen, habe auch mir meinen Bedienten ge⸗ ſtohlen.„Habe ich Ihnen nicht geſagt, daß man ihn eigentlich hätte Schurke taufen ſollen. O, wenn ich ihn einmal vor meine Klinge bekommen könnte, ſo wollte ich ihm für ſeine Lebtage ſein Prahlen vertreiben.“
Mein Oheim, der das Schreien hörte, kam herein, und als man ihm die Sache erzählte, fing er an, den Herrn Oneale über die Flucht ſeiner Braut zu tröſten. Er ſagte, er könne noch von Glück ſagen, denn offenbar ſey es viel beſſer, daß ſie vor der Hochzeit davon gelaufen ſey, als wenn ſie es nachher gethan hätte.


