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Lärm, daß das ganze Haus in Aufruhr kam. Die erſte Perſon, die ihm in den Weg kam, war der Poſtillon, der bereits von Coldſtream zurückgefahren, Zeunge der Trauung geweſen war und, außer einem guten Trinkgeld einen Hochzeitſtrauß bekommen hatte, den er an ſeinem Hute trug. Als der verlaſſene Amadis vernahm, daß ſie wirklich getraut ſeyen, ſich auf den Weg nach London ge⸗ macht, und daß Dutton der Schönen entdeckt habe, er(der Irländer) ſey ein Schneider, ſo wäre er beinahe von Sinnen gekommen. Er riß dem Kerl ſein Band vom Hute und ſchlug es ihm um die Ohren. Dabei ſchwur er, er werde ſeine Ungetreue bis an die Thore der Hölle verfolgen, und befahl, augenblicklich eine vier⸗ ſpännige Poſſchaiſe vorfahren zu laſſen; als er ſich indeß beſann, daß ſeine Finanzen ſich mit dieſer Art zu reiſen nicht vertragen wollten, ſo ſah er ſich genöthigt, dieſelbe wieder abzubeſtellen. Ich wußte von Allem, was vorging, kein Wort, bis mir der Poſtillon die Schlüſſel zu meinem Koffer und Mantelſack brachte, die ihm Dutton übergeben hatte. Zugleich ließ er mir ſeinen Re⸗ ſpekt vermelden und ſagen, er hoffe, ich werde ſeine ſchleunige Ab⸗ reiſe entſchuldigen, da dieß ein Schritt ſey, von welchem ſein ganzes Lebensglück abbänge. Ehe ich noch Zeit hatte, meinem Oheim die Geſchichte zu erzählen, ſtürzte der Irländer unangemel⸗ det in mein Zimmer und rief:„Auf Ehre und Seligkeit, Ihr Be⸗ dienter hat mir fünftauſend Pfund geſtohlen und ich will Satis⸗ faktion haben, ſollte ich auch morgen deßwegen gehängt werden.“ Als ich ihn fragte, wer er ſey, ſagte er:„Mein Name iſt Meiſter Macloughlin, ſollte aber eigentlich Leighlin Oneale heißen, denn ich ſtamme von dem großen Twer Owen ab, und bin ein ſo guter Edelmann als irgend einer in Irland, und dieſer Spitzbube von Ihrem Bedienten hat geſagt, ich ſey ein Schneider, was eine ſo niederträchtige Lüge iſt, als wenn er geſagt hätte, ich ſey der Pabſt. Ich bin ein Mann von Vermögen, habe aber Alles durchgebracht, und da ich nun in Verlegenheit war, ſo zog ich zu Herrn Cosgrave, Smollet's Romane. XIV. 1⁰


