Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Humphry kam alſo zu mir und bat mich ſehr demüthig, ich möchte ihm doch erlauben, meinen Bedienten für ſeinen Uebermuth zu züchtigen.Er hat mich, ſagte er,auf den Degen herausge⸗ fordert, aber dieß wäre gerade ſo viel, wie wenn ich ihn heraus⸗ fordern wollte, er ſolle ein Hufeiſen oder eine Pflugſchar ſchmieden, denn ich verſtehe vom erſtern ſo wenig als er vom letztern. Ueber⸗ dieß ſchickt es ſich auch nicht für Bediente, dieſe Waffen zu brau⸗ chen oder ſich das Vorrecht der vornehmen Herren anzumaßen, die einander todtſtechen, wenn ſie Streit bekommen; auch möchte ich ſein Blut nicht auf meiner Seele haben, und wenn ich durch ſei⸗ nen Tod zehntauſendmal glücklicher und vergnügter werden könnte; aber wenn Euer Gnaden es nicht übel nehmen wollten, ſo möchte ich ihn gern ein wenig durchwalken, dieß könnte ihm vielleicht gut thun, und ich will ſchon dafür ſorgen, daß er keinen bleibenden Schaden nimmt. Ich ſagte ihm, ich habe nichts dagegen einzu⸗ wenden, allein er müſſe die Sache ſo einleiten, daß man ihn nicht für den angreifenden Theil halten könne, im Falle Dutton ihn nachher gerichtlich belangen wolle.

Mit dieſer Erlaubniß zog er ab und reizte noch am ſelben Abend ſeinen Nebenbuhler dermaßen, daß er den erſten Schlag that, den Klinker mit guten Intereſſen zurückbezahlte, ſo daß ſein Gegner ſich genöthigt ſah, um Gnade zu bitten, zugleich aber fluchte, er werde grauſame und blutige Rache nehmen und ihm, ſobald wie er über die Grenze ſey, ohne Furcht vor den Folgen, ſeinen Degen durch den Leib rennen. Dieſer ganze Auftritt fiel in Gegenwart des Lieutenants Lismahago vor, der Flinker zu⸗ ſprach, er ſolle mit ſeinem Gegner einen Gang auf kaltes Eiſen wagen. Kaltes Eiſen, ſagte Humphry,werde ich niemals gegen das Leben eines Menſchen brauchen, aber ich fürchte mich ſo wenig vor ſeinem kalten Eiſen, daß er immerhin damit kommen kann, ich will mich nur mit einem guten Stock wehren, der ſteht ihm jeden Augenblick zu Dienſten. Inzwiſchen ſchien die ſchöne Ur⸗