Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Ordnung gehalten und ausgekramt, als ein großes, das vollge⸗ packt iſt. Sehr ſelten findet man in den Geſprächen und der äußeren Erſcheinung eines guten Schriftſtellers etwas Außerordent⸗ liches, während ein ſchlechter Autor ſich meiſtens durch irgend eine Eigenheit oder Lächerlichkeit auffallend macht. Aus dieſem Grunde glaube ich, es müßte nichts Unterhaltenderes geben, als eine Ge⸗ ſellſchaft Autoren aus dem vierten und fünften Stockwerk.

Meine Neugierde wurde durch dieſen Wink gewaltig angeregt, und als ich meinen Freund Dyck Joy zu Rathe zog, unternahm er es, mir gleich am folgenden Tage, d. h. am letzten Samſtag, darüber Gewißheit zu verſchaffen. Er führte mich zum Mittag⸗ eſſen zu Herrn S., den wir Beide längſt aus ſeinen Schriften ken⸗ nen. Er wohnt an einem äußern Ende der Stadt und jeden Sonntag ſteht ſein Haus allen unglücklichen Brüdern vom Gänſe kiel offen, die er dann mit Ochſenfleiſch, Pudding und Kartoffeln, mit Portwein, Punſch und dem beſten Biere aus Calverts Keller bewirthet. Er hat den erſten Tag der Woche zur Ausübung ſeiner Gaſtfreundlichkeit feſtgeſetzt, weil einige ſeiner Gäſte aus Gründen, die ich nicht näher zu entwickeln brauche, an andern Tagen keinen Gebrauch davon machen könnten. Ich wurde höflich empfangen in einer zwar einfachen, aber anſtändigen Wohnung, die hinten hinaus in einen Garten ging, welcher in vortrefflicher Ordnung gehalten war; und in der That erblickte ich keine äußern Zeichen der Autorſchaft weder im Hauſe noch an unſerm Wirth, einem der wenigen Schriftſteller, die auf eigenen Füßen ſtehen, und weder vom Winke eines eigenfinnigen Mäcen, noch von der Grille eines hochweiſen Buchhändlers abhängen. Wenn indeß der Gaſtgeber nichts Auffallendes an ſich hatte, ſo machten ſeine Gäſte dieſen Mangel mehr als zur Genüge wieder gut.

Um zwei Uhr Nachmittags ſaßen wir zu zehn bei Tiſche, und ich glaube, das ganze Königreich könnte keine ſolche Sammlung von Originalen mehr aufbringen. Ihre Art, ſich zu kleiden, will