Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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ich nicht unter ihre auffallenden Eigenheiten rechnen, da dieſe auch zufällig ſeyn konnte. Was mir hauptſächlich in die Augen ſtach⸗ waren Narrheiten, die ihren Urſprung in der Affectation gehabt hatten und ihnen jetzt durch Gewohnheit zur andern Natur gewor⸗ den waren. Einer von ihnen hatte beim Eſſen die Brille auf der Naſe, ein Anderer den Hut bis über die Augen hereingedrückt, obgleich der Erſtere, wie Jvy mir geſagt hat, dafür bekannt iſt, daß er ein wahres Falkenauge beſitzt, wenn ſich ein Gläubiger in der Nähe blicken läßt; und vom Andern weiß man, daß er nie⸗ mals eine Schwäche oder einen Schaden an ſeinen Augen gefühlt hat, außer vor etwa fünf Jahren, als ſie ihm ein Komödiant, mit dem er beim Trunk Händel bekam, blau malte. Ein Dritter trug Schnürſtiefel und ging an Krücken, weil er vor langen Jahren einmal das Bein gebrochen hatte; jetzt aber konnte nicht leicht Jemand mit größerer Behendigkeit über einen Stuhl wegſpringen, als er. Ein Vierter affektirte einen ſolchen Widerwillen gegen das Land, daß er darauf beſtand, mit dem Rücken gegen die Fenſter zu ſitzen, die nach dem Garten gingen, und als Blumenkohl auf den Tiſch kam, fuhr er ſchnell mit ſeinem Riechfläſchchen an die Naſe, um nicht ohnmächtig zu werden; und doch war dieſes zarte Herrchen der Sohn eines Taglöhners in einem Dorfe, war an einer Hecke geboren und manches Jahr auf dem Felde wild unter den Eſeln herumgelaufen. Ein Fünfter ſpielte den Zerſtreuten; wenn man ihn anredete, antwortete er immer verkehrt. Zuweilen fuhr er plötzlich in die Höhe und ſtieß einen ſchrecklichen Schwur aus, zu⸗ weilen fing er an, aus vollem Halſe zu lachen, dann faltete er auf einmal die Arme und ſeufzte, dann ziſchte er wieder wie fünf⸗ zig Schlangen. Anfangs hielt ich ihn wirklich für verrückt, und da er dicht neben mir ſaß, fing ich an, für meine Sicherheit einigermaßen zu bangen; allein unſer Gaſtgeber, der dieß bemerkte, verſicherte mich laut, ich habe durchaus nichts zu befürchten.Der liebe Herr,