Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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natürliche Farbe verbannt haben, ſo ſetzen ſie auch ihren Kopf darauf, die Farbe ihrer Gemüſe zu verbeſſern, und ſollte es ſie das Leben koſten. Sie glauben mir vielleicht nicht einmal, daß die Leute hier wahnſinnig genug ſind, in die Töpfe, worin ſie dieſelben kochen, Kupfermünzen zu werfen, um ſie hübſch grün zu machen, und dennoch iſt es nur zu wahr. Freilich haben ſie dann außer dieſer ſchöneren Farbe gar nichts Gutes mehr. Sie werden auf künſtlichem Boden erzeugt und ſchmecken nach dem Miſtbeet, worauf ſie gewachſen ſind. Mein Blumenkohl, mein Kopfkraut und meine Spargeln auf dem Lande übertreffen diejenigen, die man im Conventgarden kaufen kann eben ſo ſehr an Schmackhaf⸗ tigkeit, als meine Haideſchaafe die Hämmel von St. Jamesmarkte; denn dieſe ſind eigentlich weder Lamm noch Schaaf, ſondern ein Mittelding zwiſchen beiden, das in den ſtinkenden Moräſten von Lincoln und Eſſex vollgepfropft wird, und bleich, rauh und ſchmie⸗ rig iſt. Das Schwein iſt ein abſcheuliches Thier, das hier mit Pferdefleiſch und Branntweintrebern gemäſtet wird. Das Geflügel iſt alles ſtinkend, und zwar in Folge eines Fiebers, das man den armen Geſchöpfen durch den Gebrauch zuzieht, ihnen die Gedärme zu vernähen, damit ſie durch dieſe grauſame Verhaltung deſto eher im Hühnerbauer fett werden ſollen.

Von den Fiſchen brauche ich bei dieſem heißen Wetter nichts zu ſagen, als daß man ſie zu Lande dreißig bis vierzig Stunden weit herfährt, ein Umſtand, dem man keine weitere Erörterung beizufügen braucht, um einem Holländer bis zum Erbrechen übel zu machen, würde ſeine Naſe auch nicht in jedem Gange von dem lieblichen Dufte der friſchen Makrelen begrüßt, die zum Ver⸗ kauf herumgetragen werden. Es iſt zwar gegenwärtig nicht die Auſternzeit, doch mag die Bemerkung hier Platz finden, daß die ächten Colcheſter in Schlammkiſten aufbewahrt werden, über welche zuweilen die See wegfließt, und daß die grüne Farbe, welche die Feinſchmecker unſerer Reſidenzſtadt ſo hochſchätzen, von dem vitrio⸗