Teil eines Werkes 
14. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 2. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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liſchen Schaume entſteht, der ſich auf der Oberfläche dieſes faulen, ſtinkenden Pfüzenwaſſers ſetzt. Unſere Kaninchen werden in den Kellern der Hühnerhändler gemäſtet, wo ſie weder friſche Luft noch Bewegung haben, und alſo recht feſt von Fleiſch und lecker von Geſchmack werden müſſen; Wildpret aber kann man weder für Geld noch gute Worte bekommen.

Indeß muß man geſtehen, daß im Conventgarden einige gute Früchte zu erhaſchen ſind, die aber beſtändig von ein paar reichen

Nabobs zu ungeheuren Preiſen aufgekauft werden, ſo daß dem

gewöhnlichen Mann beinahe nichts zu Theil wird, als was die Andern nicht gewollt haben, und zwar wird dieß von ſo ſchmieri⸗ gen Händen ausgetheilt, daß ich nicht ohne Eckel daran denken kann. Erſt geſtern ſah ich auf der Straße eine mit Dreck überzo⸗ gene Obſthändlerin ihre beſtaubten Früchte mit Speichel abwaſchen, und wer weiß, ob nicht eine ſchöne Hofdame dieſelben Kirſchen zu ihrem zarten Munde führt, die in den ſchmutzigen, vielleicht geſchwürbedeckten Fäuſten eines eckelhaften Höckerweibes herumge⸗ ballt und angefeuchtet worden ſind. Bei dem bleichen, ſandigen Zeuge, das ſie hier Erdbeeren nennen, mag ich mich gar nicht auf halten; ſie werden mit den ſchmutzigſten Fäuſten aus einem kothigen Korbe in den andern geworfen, und dann in einer elenden Milch, die mit dem ſchlechteſten Mehl zu einer entfernten äußern Aehn⸗ lichkeit von Rahm aufgedickt iſt, zu Tiſche gebracht. Doch die Milch ſelbſt verdient wahrhaftig eine Analyſe. Sie iſt eine De⸗ ſtillativn von welken Kohlblättern und ſaurem Spülicht, verdünnt mit warmem Waſſer; ſie ſchäumt von zuſammengequetſchten Schnecken und wird in offenen Gelten durch die Straßen getragen, wo ſie allen Auswürfen von Spülwaſſer, das man aus den Thü⸗ ren und Fenſtern gießt, dem Speichel und Unrath der Fußgänger, dem Abfluß der Schlammkarren, dem Geſpritze der Kutſchenräder ausgeſetzt iſt; wo muthwillige Gaſſenbuben zur Kurzweil allerlei Schweinereien hineinwerfen, wo geifernde Kinder an dem zinnernen