Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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ſchlagen oder abſchreiben wollte, auch wüßte, wo er es zu ſuchen hätte. Ferner wünſche ich zur Ehre der Nation, daß ein voll⸗ ſtändiger Apparat Behufs der Vorleſungen über Mathematik, Wechanik und Eyperimentalphiloſophie vorhanden und für einen tüchtigen Profeſſor, der regelmäßige Vorträge über dieſe Wiſſen⸗ ſchaften hielte, eine gute Beſoldung ausgeſetzt wäre.

Doch das ſind alles fromme Wünſche, die wohl niemals in Erfüllung gehen. Bei dieſem Geiſt der Zeit iſt es ſchon ein Wun⸗ der, wenn irgend ein gemeinnütziges Inſtitut zu Stande kommt. Die Parteiſucht iſt eine Art Raſerei geworden, wovon man früher keinen Begriff hatte, ja ſie iſt dermaßen ausgeartet, daß alle Ehr⸗ lichkeit und Aufrichtigkeit verſchwunden iſt. Sie erinnern ſich, daß ich vor einiger Zeit gegen Sie äußerte, die öffentlichen Blätter ſeyen die ſchamloſen Werkzeuge der hämiſchſten und boshafteſten Ver⸗ läumdungen geworden; jeder heimtückiſche Bube, jeder verzweifelte Mordbrenner, der eine halbe Krone oder drei Schillinge Ein⸗ rückungsgebühr aufzubringen vermag, verkriecht ſich hinter die Preſſe eines Neuigkeitenkrämers und drückt von da aus dem beſten Leumund im Königreich den Dolch in den Rücken, ohne im Min⸗ deſten Entdeckung oder Beſtrafung fürchten zu müſſen.

Ich habe mit einem gewiſſen Herrn Barton Bekanntſchaft ge⸗ macht, den Jerom von Opford her kennt; ein braver Mann, nur daß er im Politiſchen lächerlich ſchiefe Grundſätze hat. Seine Parteilichkeit iſt indeß eine ſehr harmloſe, da er ſie niemals durch Läſtern und Schimpfen an den Tag legt. Er iſt Parlamentsmit⸗ glied und Anhänger des Hofes; ſein ganzes Geſpräch dreht ſich um die Tugenden und Vollkommenheiten der Miniſter, die ſeine Gönner ſind. Vor einigen Tagen, als er ſein volles Salbhorn des ſtinkendſten Lobes über einen dieſer Ehrenmänner ausgegoſſen batte, ſagte ich ihm, ich habe dieſen ſelben Herrn in einer Zeitung mit ganz andern Farben abgemalt gefunden, und zwar ſey er dermaßen gebrandmarkt, daß, wenn man ſich nur die Häfte des