Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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ligkeit vielleicht unrecht aus, und ich wünſche das ſeinetwegen. Sie kennen ja den Zuſtand meines armen Herzens, das trotz aller Vernachläßigung und doch ſollte ich nicht klagen und will auch nicht, bis ich weitere Nachrichten habe.

Außer Ranelagh und Vauxhall bin ich auch in der Aſſemblee bei Madame Cornely geweſen. Die Zimmer in dieſem Hauſe, die Geſellſchaft, die Kleidungen und Dekorationen ſind über alle Beſchreibung ſchön; da ich indeß keine ſonderliche Freude an dem Kartenſpielen habe, ſo kann ich mich in das eigentliche Weſen dieſes Ortes nicht ganz zurecht finden; wahrhaftig, ich bin noch eine ſolche Landpomeranze, daß ich kaum Geduld genug hatte, bis meine Toilette fertig war, um gehörig erſcheinen zu können, und dennoch ſaß ich nicht über ſechs Stunden unter den Händen des Friſeurs, der mir ſo viel ſchwarze Wolle unter mein Haar ſtopfte, als zu einem ausgenähten Unterrocke hinreichend geweſen wäre; deßungeachtet war mein Kopf der kleinſte in der ganzen Ge⸗ ſellſchaft, der meiner Tante ausgenommen. Sie hatte etwas ſo Abſonderliches mit ihrem aufgeſteckten Kleide, ihren kleinen Locken, ihren dreifachen Manſchetten und ihrer engen Schnürbruſt, daß Jedermann ſie mit Verwunderung anſah; Einige flüſterten, An⸗ dere kicherten, und Lady Griskin, die uns einführte, ſagte ihr geradezu, ſie ſey wenigſtens volle zwanzig Jahre in der Mode zurück.

Lady Griskin, mit der wir verwandt zu ſeyn die Ehre haben, iſt eine Frau aus der großen Welt. Sie hält in ihrem eigenen Hauſe eine kleine Spielgeſellſchaft, die aber niemals über zehn oder zwölf Tiſche geht. Dagegen findet ſich die beſte Geſellſchaft von der ganzen Stadt bei ihr ein. Sie iſt ſo gütig geweſen, meine Tante und mich einigen ihrer beſten Freunde vom hohen Adel vorzuſtellen, und dieſe begegnen uns mit der vertraulichſten Zuvorkommenheit. Wir ſind ſchon einmal Mittags bei ihr zu Gaſte geweſen, und ſie gibt ſich die Mühe, alle unſere Schritte und Tritte zu leiten. Ich bin ſo glücklich, dermaßen bei ihr in