Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Schatten hinſchlendert, theils da und dort in einer Loge kalte Küche genießt; Scherze, Freiheit und gute Laune, und um dieſe immer rege zu erhalten, ein vortreffliches Muſikchor. Unter An⸗ dern hatte ich das Vergnügen, die berühmte Signora** zu hören, die eine ſo helle und laute Stimme hat, daß ich vor lauter Ver⸗ gnügen Kopfweh bekam.

Als wir ungefähr eine halbe Stunde da waren, kam mein Oheim auch zu uns, ſchien aber nicht den mindeſten Gefallen an dem Orte zu finden. Leute, die kränklich ſind und ſchon viel ge⸗ ſehen haben, betrachten die Dinge mit ganz andern Augen, als Sie, meine liebſte Letty, und ich. Unſere Freude wurde durch einen widerwärtigen Umſtand geſtört. In einem der entlegenſten

Spaziergänge überfiel uns plötzlich ein Regenſchauer, ſo daß die

ganze Geſellſchaft nicht ſchnell genug aufpacken konnte und wir haufenweiſe durcheinander uns nach der Rotonde drängten. Mein Oheim, der naß geworden war, fing nun an ſeinen Spleen zu be⸗ kommen und nach Hauſe zu verlangen. Mein Bruder ging, um nach dem Wagen zu ſehen, den er aber nur mit vieler Mühe ausfindig machte; da wir indeß nicht alle darin Platz hatten, ſo blieb Herr Barton zurück. Es dauerte eine gute Weile, bis ſich der Wagen durch das Gedränge durcharbeiten konnte, ungeachtet ſich unſer neuer Bediente Humphry Klinker alle erdenkliche Mühe gab, ſo daß er ſogar ſeine Perücke verlor und ein paar Löcher in den Kopf bekam. Sobald wir uns in den Wagen geſetzt hatten, zog meine Tante dem Oheim die Schuhe ab und wickelte ihm ſeine Füße ſehr ſorgfältig in ihre Schürze, gab ihm ſodann ein paar Tropfen Herzſtärkung, die ſie beſtändig mit ſich führt, und als wir nach Haus kamen, ſorgte ſie ihm für trockene Kleider, ſo daß er, Gott ſey Dank, ohne den Schnupfen davon kam, den er gewaltig fürchtete.

Von Herrn Barton muß ich Ihnen im Vertrauen ſagen, daß er ſich mir ein wenig zu nähern ſuchte; doch lege ich ſeine Gefäl⸗