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rudern. Das Schiffchen war ſo leicht und behend, daß wir uns vorkamen wie Feen, die in einer Nußſchale ſegelten. Mein Oheim wollte ſich aus Furcht vor Erkältung nicht auf's Waſſer wagen, ſondern fuhr in einer Chaiſe dahin. Meine Tante wäre gern bei ihm geblieben, aber er wollte mich nicht allein auf dem Waſſer laſſen, und ſo hatte ſie denn die Güte, mich zu begleiten, weil ſie merkte, daß ich mich auf dieſe angenehme Fahrt ſehr freute. Ueberdieß war das Schiffchen voll genug, denn außer dem Fähr⸗ mann befand ſich noch mein Bruder Hieronimus darin und ein guter Freund von ihm, Namens Barton, ein ziemlich reicher Landedelmann, der mit uns zu Mittag geſpeist hatte. Das Ver⸗ gnügen dieſer kleinen Seereiſe wäre mir indeß beinahe ein wenig verſalzen worden durch einen Schreck, den ich beim Ausſteigen hatte; denn da war ein entſetzliches Gedränge von Schiffen und ſchreiendem, fluchendem und zankendem Volke; ja, ein Paar gar⸗ ſtige Burſche kamen ſogar mitten in's Waſſer auf uns zugerannt, faßten unſer Boot mit Gewalt, und wollten es an's Land ziehen; ſie ließen es auch nicht eher wieder los, bis mein Bruder einen von ihnen mit dem Stock über den Kopf ſchlug. Doch wurde mir dieſe Angſt reichlich durch das Vergnügen erſetzt, das meiner in Vauxhall wartete; denn ſo wie ich den Fuß hineinſetzte, fielen mir ſo viele und tauſenderlei Schönheiten in die Augen, daß ich nicht wußte, wohin zuerſt ſehen. Denken Sie ſich, theuerſte Letty, einen großen Garten mit vielen anmuthigen Spaziergängen darin, voll hoher Hecken und Bäume und belegt mit Kiesſand. Dazwi⸗ ſchen eine bewundernswürdige Menge überraſchender Schönheiten, Pavillone, Logen, Buſchwäldchen, Grotten, Blumenwieſen, Tem⸗ pelchen und Waſſerfälle; Portäle, Kolonnaden und Rotunden, ge⸗ ziert mit Pfeilern, Bildſäulen und Gemälden; das Ganze beleuch⸗ tet von einer Unmaſſe Lampen, die ſo geordnet ſind, daß ſie allerlei Sonnen, Sterne und Sternbilder vorſtellen; der ganze Platz gedrängt voll von der luſtigſten Geſellſchaft, die theils unter dieſen lieblichen
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