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prachtvoll und ſo elegant, daß man denken ſollte, ſie wären von Rieſen aufgeführt. Zwiſchen dieſen Brücken iſt die ganze Ober⸗ fläche der Themſe mit kleinen Schiffen, Barken, Böten und Nachen bedeckt, die beſtändig ab⸗ und zufahren, und unter der Brücke erblickt man einen meilenlangen Wald von Maſtbäumen, ſo daß man meinen könnte, es ſeyen hier alle Schiffe des Weltalls auf Einem Flecke beiſammen. Alles, was Sie von Größe, Reich⸗ thum und Schätzen in Tauſend und eine Nacht und den perſiſchen Erzählungen von Bagdad, Diarbekir, Damaskus, Iſpahan und Samarkand geleſen haben, ſchauen Sie hier mit Ihren eigenen Augen..
Das Ranelagh gleicht einem bezauberten Feenpalaſt; es iſt mit den herrlichſten Gebilden der Malerei, Bildhauerei und Ver⸗ goldungskunſt geſchmückt, und wird von tauſend goldenen Lampen erleuchtet, die mit dem glänzendſten Sonnenlichte wetteifern.— Innen wimmelt es von den Großen, den Reichen, den Fröhlichen, den Glücklichen und den Schönen dieſer Erde, die goldene und ſilberne Stoffe, geſtickte und mit Treſſen beſetzte Kleider tragen und von Edelgeſteinen blitzen. Während nun dieſe jubelnden Söhne und Töchter des Glücks hier ihren Vergnügungen nach⸗ ziehen oder in verſchiedenen kleinen Häuflein und abgeſonderten Logen ſitzen und feinen Kaiſerthee oder andere köſtliche Erfriſchun⸗ gen zu ſich nehmen, iſt zugleich auch durch eine treffliche Vocal⸗ und Inſtrumentalmuſik für den herrlichſten Ohrenſchmaus geſorgt. Ich habe hier den berühmten Tenducci gehört, ein Geſchöpf aus Italien. Es ſieht aus, wie ein Mann, und doch ſagt man, es ſey keiner. Seine Stimme iſt freilich weder männlich noch weib⸗ lich, ſondern melodiſcher als beide, und ſie trillerte ſo göttlich, daß ich mich während der ganzen Vorſtellung im Paradies glaubte.
An einem reizenden mondhellen Abend, um neun Uhr, ſtiegen wir zu Ranelagh in ein Fahrzeug, und ließen uns nach Vauxhall


