Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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gekocht oder gebraten, eine Flaſche Portwein und eine Kanne Bier. Jetzt hält jeder Geſchäftsmann, der von irgend einer Be⸗ deutung ſeyn will, jeder Mäckler und Advokat ein paar Bedienten⸗ einen Kutſcher und einen Pferdeknecht. Er hat ſein Haus in der Stadt, ſein Landhaus, ſeine Kutſche und ſeine Poſtchaiſe. Seine Frau und Töchter kleiden ſich in die reichſten Stoffe und funkeln von Diamanten. Sie gehen nach Hofe, in's Opernhaus, in die Komödie und auf die Maskerade. Sie halten Geſellſchaften in ihren eigenen Häuſern und geben Gaſtmahle, wobei die köſtlich⸗ ſten Weine aus Bordeaur, Burgund und der Champagne fließen. Der wohlhabende Geſchäftsmann, der ſonſt Abends in ſein Bier⸗ haus ging und fünfthalb Pfennige verzehrte, verbraucht jetzt in einem Gaſthofe drei Shillinge, während ſein Weib zu Haus ihre Spielgeſellſchaft hat; auch ſie muß ihre feinen Kleider, ihre Chaiſe oder ihr Reitpferd haben, damit ſie nach ihrem Häuschen auf dem Lande kommen und drei Mal in der Woche an öffentlichen Orten ſich zeigen kann. Jeder Ladenſchwengel, ſogar jeder Kellner und Margqueur aus einem größern Wein⸗ oder Kaffeehauſe hält ſich ent⸗ weder allein oder mit ein paar Andern ſein Pferd, und ſtolziert umher wie ein Pariſer Stutzer. An den beſten öffentlichen Orten findet man eine Menge wohlgekleideter Geſtalten, und wenn man ſich genau erkundigt, wer iſt's? Schneidergeſellen, Schuhputzer und Stubenmägde, vermummt in die Kleider ihrer Herrſchaften. Kurz und gut, es iſt gar kein Unterſchied, gar keine Subordina⸗ tion mehr, die verſchiedenen Stände ſind unter einander geworfen wie Heu und Stroh. Der Handlanger, der Handwerksmann, der Kellner, der Gaſtwirth, der Krämer, der Winkeladvokat, der Handels⸗ herr, der Hofmann, alle treten einander auf die Ferſe. Der Teufel der Ueppigkeit und Liederlichkeit iſt über ſie los gelaſſen und überall ſieht man ſie reitend, fahrend, ſpazierend, tanzend, hüpfend, fingend und ſpringend, alle unter einander ein gemeines Gebräu von Dummheit und Verdorbenheit, den ganzen Tag ein Gewimmel