Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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auf die Wangen. Er erwiederte die Umarmung mit großer Ge⸗ müthsbewegung. Liddy ſeufzte, Winifred Jenkins ſchluchzte, Joli wedelte, Klinker hüpfte auf einem Beine herum und rieb ſich voll Freude über dieſe Ausſöhnung die Hände.“ Nachdem alſo der Friede wieder hergeſtellt war, beendigten wir unſere Mahlzeit in guter Ruhe und kamen Abends in London an, ohne daß uns ſonſt etwas Merkwürdiges begegnet wäre. Meine Tante ſcheint ſich den Wink ihres Bruders ſehr zu Herzen genommen zu haben und auf ernſtliche Beſſerung zu denken. Es hat ihr in Gnaden gefallen, Klinker von der Laſt ihres Unwillens zu befreien, der nun als Diener angenommen iſt und in den nächſten Tagen in einer neuen Livree erſcheinen wird; da er aber in London wenig Beſcheid weiß, ſo haben wir einen Miethbedien⸗ ten angenommen, den ich ſpäter für mich zu behalten gedenke. Wir wohnen in Goldenſquare, im Hauſe einer gewiſſen Madame Norton, einer artigen, anſtändigen Frau, die es ſich ſehr angele⸗ gen ſeyn läßt, für unſere Bequemlichkeiten zu ſorgen. Mein Oheim iſt geſonnen, zur Unterhaltung ſeiner Mündel alle Merk⸗ würdigkeiten der Hauptſtadt zu beſehen, da indeſſen wir Beide, Sie und ich, mit dem Meiſten, was er uns zeigen kann, ſo wie mit einigen andern Orten, an die er wohl nicht denkt, bereits bekannt ſind, ſo werde ich Ihnen nur das mittheilen, was Ihren Beobachtungen etwa entgangen ſeyn mag. Empfehlen Sie mich unſern jeſuitiſchen Freunden und glauben Sie mir, liebſter Phi⸗ lipps, daß ich immer bin und ſeyn werde Ihr ergebenſter

H. Melford.

London, 24. Mai.