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jetzt mußt Du entweder dieſen Schurken oder mich fahren laſſen, auf der Stelle, ohne langes Beſinnen; die Welt ſoll ſehen, ob Du mehr auf Dein eigen Blut und Fleiſch hältſt, oder auf einen nackten Fremdling, den Du vom Miſt aufgerafft haſt.“
Meines Oheims Augen fingen an zu funkeln und ſeine Zähne zu klappern.„Wenn ich die Sache recht beim Lichte betrachte,“ ſagte er mit erhobener Stimme,„ſo handelt es ſich davon, ob ich den Muth habe, durch einen einzigen kräftigen Entſchluß ein unerträgliches Joch abzuſchütteln, oder ob ich niederträchtig genug bin, eine Grauſamkeit und Ungerechtigkeit zu begehen, nur um die Rachgier eines eigenſinnigen Weibes zu befriedigen. Hören Sie, Jungfer Tabitha Bramble, ich will Ihnen nun auch einmal
etwas vorſchlagen: entweder ſchaffen Sie Ihren vierfüßigen Liebling
ab, oder erlauben Sie mir, Ihnen ein ewiges Lebewohl zu ſagen, denn ich bin feſt entſchloſſen, daß er und ich nicht länger unter einem Dache wohnen wollen, und jetzt greifen Sie zu, was
Ihnen am Beſten behagt.“ Sie ſetzte ſich, wie vom Donner ge⸗
rührt, in einen Winkel, und nach einer Pauſe von etlichen Mi⸗ nuten ſagte ſie:„Wahrhaftig, Bruder Mathias, ich verſtehe Dich nicht.“—„Und doch habe ich deutlich genug geſprochen,“ antwor⸗ tete der Squire mit ſtrengem, herriſchen Blicke.—„Herr Bru⸗ der,“ verſetzte die merklich gedemüthigte Jungfrau,„Du haſt das Recht, zu befehlen, und meine Fflicht iſt's, zu gehorchen. Ich weiß hier nur nicht, was ich mit dem Hunde anfangen ſoll, wenn Du mir aber erlauben willſt, ihn in der Kutſche mit nach London zu nehmen, ſo gebe ich Dir mein Wort, daß er Dich nie mehr beläſtigen ſoll.“
Ihr Bruder, den dieſe ſanfte Antwort gänzlich entwaffnete⸗ verſicherte ſie, er werde ihr niemals etwas Vernünftiges abſchla⸗ gen und ſetzte hinzu:„Ich hoffe, Schweſter, Du haſt nie gefun⸗ den, daß es mir an brüderlicher Liebe fehlt.“ Jungfer Tabitha ſtand ſchnell auf, warf ihre Arme um ſeinen Hals und küßte ihn


