Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Tante eine Portion Eierkäſe über die rechte Schulter, und indem er zurückbebte, trat er ihren Joli, der ein klägliches Geheul auf⸗ ſchlug. Der arme Humphry war über dieß Unglück ſo außer ſich, daß er die Porzellanplatte fallen ließ, die in tauſend Stücke zerbrach; ſodann fiel er auf ſeine Kniee und blieb in dieſer Stel⸗ lung mit offenem Maule und einer Betrübniß, die wirklich luſtig anzuſehen war. Fräulein Tabby flog nach ihrem Hunde, raffte ihn auf in ihre Arme, brachte ihn ihrem Bruder und ſagte:„Ich ſehe ſchon, es iſt eine abgeredete Sache, es gilt dieſem armen Thiere, das in der Welt nichts verbrochen hat, als daß es mir ſo zugethan iſt. Da iſt es, macht es lieber auf einmal todt, eher gebt ihr Euch doch nicht zufrieden.“

Klinker, der dieſe Worte hörte und im buchſtäblichen Sinne nahm, ſprang ſchnell auf, nahm ein Meſſer vom Schenktiſch und rief:„Nicht hier, Euer Gnaden, nicht hier, es würde die Stube blutig machen. Geben Sie ihn mir, gnädige Frau, ich will mit ihm an einen Graben an der Heerſtraße gehen.“ Auf dieſen Vor⸗ ſchlag erhielt er keine Antwort als eine tüchtige Ohrfeige, von der er bis an die andere Seite des Zimmers taumelte.„Wie,“ ſagte ſie zu ihrem Bruder,„ſoll jeder ausgehungerte Hund, den Du von der Straße auflieſeſt, mir auf der Naſe ſpielen dürfen?2 Ich beſtehe darauf, daß Du dieſen bettelhaften Schuft auf der Stelle fortjagſt.“—»Um's Himmelswillen, Schweſter,“ erwiederte mein Oheim,„beruhige Dich und bedenke, daß der arme Kerl unſchuldig iſt und nicht die Abſicht gehabt hat, Dich zu beleidigen.“ —„Unſchuldig, wie ein neugebornes Kind,“ ſtotterte Humphry.— „Ja, ja, ich ſehe es wohl,“ ſchrie die unverſöhnliche Jungfrau, „Du haſt es ihn angewieſen und willſt ihm bei ſeiner Unverſchämt⸗ heit noch helfen. Ein ſauberer Dank für all das, was ich an Dir gethan habe, daß ich Dich in Deiner Krankheit pflege, Dein Haus in Ordnung halte und dafür ſorge, daß Du nicht durch Deine eigene Unbeſonnenheit an den Bettelſtab geräthſt. Aber