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was er ſonſt noch für Künſte wiſſe.„Ich kann ein wenig Klopf⸗ fechten und Pſalmen ſingen,“ fuhr Klinker fort;„kann auf der Maultrommel ſpielen und weiß die Lieder alle von der ſchwarz⸗ äugigen Suſanne, vom König Arthur und noch eine Menge an⸗ dere; ich kann Menuet und engliſch tanzen; im Ringen ſoll mir keiner ſo leicht einen Fuß von der Erde bringen, wenn ich erſt wieder bei Kräften bin, und dann weiß ich, wo der Haaſe ſein Neſt hat, wenn Euer Gnaden Appetit zu einem Stück Wildprät bekommen.“—„Wahrhaftig, Du biſt ein Tauſendkünſtler,“ rief mein Oheim, der immer noch nicht aufhören konnte zu lachen. „Ich hätte gute Luſt, Dich zu mir zu nehmen, nur muß ich Dich bitten, daß Du meine Schweſter vorher mit Dir ausſöhnſt. Du haſt ſie ſehr geärgert, indem Du ihr Dein bloßes Sitzfleiſch ge⸗ zeigt haſt.“
Klinker folgte uns alſo, mit dem Hut in der Hand, in's Zimmer nach, allwo er Jungfer Tabitha folgendermaßen anredete: „Mit Vergunſt, Euer Gnaden, bitte ich, Sie wollen mir mein Vergehen zu Gute halten und vergeben, und mit Gottes Hülfe werde ich Sorge tragen, mein Leben zu beſſern, daß mein Steiß ſich nicht mehr als Zeuge gegen mich erhebt und Euer Gnaden ſich daran ärgern. Ich bitte, ich flehe, gütige, ſüße, ſchöne, gnã⸗ dige Frau, haben Sie Mitleid mit einem armen Sünder. Gott ſegne Ihr edles Geſicht; gewiß, Sie ſind zu ſchön und zu groß⸗ müthig, um haſſen zu können. Auf meinen Knieen will ich Sie bedienen, bei Nacht und bei Tag, zu Land und zu Waſſer, und dieß Alles bloß aus Liebe und Freude, daß ich einer ſo vortreff⸗ lichen und gütigen Dame diene.“
Dieß Compliment und dieß demüthige Weſen thaten einige Wirkung auf Tabby, und Klinker, welcher dachte, wer ſtillſchweigt ſagt ja, erſchien bei der Mittagstafel, um aufzuwarten. Sein von Natur etwas tölpiſches Weſen und ſeine übermäßige Freude waren Urſache, daß er Vieles verkehrt machte. Endlich ſchüttete er der


