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hatte. Sie warf höhniſch die Naſe in die Höhe und ſagte, ſie glaube, ihr Bruder habe ihn nur deßwegen liebgewonnen, weil er ſie durch ſeine Unehrbarkeit beleidigt habe. Narren wiſſen nie, was ſie mit ihrem Gelde anzufangen haben, wenn übrigens Herr Matbias geſonnen ſey, den Burſchen nach London mitzunehmen, ſo werde ſie ſich nicht mit zehn Pferden dahin ziehen laſſen. Mein Oheim ſagte kein Wort, obgleich ſeine Blicke deutlich genug ſprachen, und am andern Morgen erſchien kein Klinker, ſo daß wir ohne ferneres Gezänke nach Salthill gelangten, wo wir zu MWittag ſpeiſen wollten. Hier war die erſte Perſon, die an den Wagen kam und den Fußtritt niederließ, niemand anders als Humphry Klinker. Als ich meine gnädige Tante heraushob, warf ſie ihm einen wüthenden Blick zu und ging in's Haus. Mein Oheim war in Verlegenheit und fragte ihn etwas unfreundlich, was er hier zu ſchaffen habe?„Euer Gnaden,“ antwortete der Burſche,„ſind ſo gütig gegen mich geweſen, daß ich es nicht über's Herz bringen konnte, Sie zu verlaſſen. Ich werde Ihnen bis an's Ende der Welt folgen, und mein ganzes Leben lang ohne Lohn dienen.“
Mein Oheim wußte nicht, ſollte er über dieſe Erklärung ſchelten oder lachen. Er ſah von Tabby's Seite heftigen Wider⸗ ſpruch voraus, auf der andern Seite aber mußte ihm ſowohl die Dankbarkeit Klinkers als auch die Einfalt ſeines Herzens gefal⸗ len.„Geſetzt den Fall, ich ſollte Euch in meinen Dienſt nehmen, was verſtehet Ihr denn? wozu kann ich Euch brauchen 26 „Eller Gnaden erlauben,“ antwortete das Original,„ich kann leſen und ſchreiben und weiß gut mit Pferden umzugehen. Ich kann ſie aufſchirren, beſchlagen, zur Ader laſſen und zureiten, und was das Sauſchneiden betrifft, ſo gebe ich hier Keinem in der ganzen Grafſchaft Wilts etwas nach. Ferner kann ich Würſte machen und Schuhnägel, Keſſel flicken und Pfannen verzinnen.“ Hier brach mein Oheim in ein lautes Lachen aus und fragte,


