Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Wahrheit, die Sie vielleicht ohne Bedenken zugeſtehen würden, wenn Sie ſich nicht ſelbſt nach der andern Seite zu verändert hätten.“ Dieſe Bemerkung mag ganz wahr und richtig ſeyn. Die Unbequemlichkeiten, die ich in den goldenen Tagen der Geſund⸗ heit überſah, machen natürlich einen unverhältnißmäßig ſtärkeren Eindruck auf die reizbaren Nerven eines Invaliden, den vorzeiti⸗ ges Alter überraſcht und langes Leiden mürbe gemacht hat. Doch werden Sie hoffentlich nicht läugnen, daß dieſer Ort, den Natur und Vorſehung zu einer Freiſtätte der Ruhe und einem Schutzort gegen Krankheiten beſtimmt zu haben ſcheinen, zum wahren Mit⸗ telpunkt der Schmerzen und geſchäftigen Zerſtreuung geworden iſt. Statt der Stille, Ruhe und Gemächlichkeit, welche denen, die einen kränklichen Leib, ſchwache Nerven und eine niedergeſchlagene Seele haben, ſo unentbehrlich ſind, herrſcht hier ein immerwäh⸗ rendes Geräuſch, Getöſe und Getümmel; dabei hat man ſich noch eine Sklaverei auferlegt, die ſteifer, feierlicher und gezwungener iſt als am Hofe eines deutſchen Churfürſten. Man kann Bath ein Landesſpital nennen, aber es ſieht aus, als ob bloß Mond⸗ ſüchtige darin aufgenommen würden, und wahrhaftig, ich ermäch⸗ tige Sie, mich ebenfalls als mondſüchtig auszugeben, wenn ich noch lange hier bleibe. Doch ich werde Ihnen meine Meinung über dieſen Punkt bei einer andern Gelegenheit ausführlicher vor⸗ legen. Ich war voll Ungeduld, die vielgerühmten Verbeſſerun⸗ gen in der Architektur zu ſehen, wegen deſſen der obere Theil der Stadt einen ſo guten Namen bekommen hat, und machte deßhalb vor einigen Tagen den Rundgang um alle neuen Gebäude. Der große Platz iſt trotz ſeiner Unregélmäßigkeit im Ganzen doch ziem⸗ lich gut angelegt, und dabei geräumig, offen und frei; nach mei⸗ ner Meinung iſt dieß bei Weitem die geſundeſte und angenehmſte Lage von ganz Bath, beſonders an der Oberſeite; alle daran ſtoßenden Gaſſen dagegen ſind eng, kothig, krumm und gefährlich. Um nach den Bädern zu gelangen, muß man durch den Hof und