Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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wofür er Bad und Brunnen gebraucht. Indeß befindet er ſich doch ſp, daß er an den Brunnen, in die Säle und Caffeehäuſer gehen kann, allwo er unaufhörlich Stoff zum Lachen und zur Satyre ſammelt. Kann ich aus ſeinen oder meinen eigenen Be⸗ merkungen etwas zu Ihrer Beluſtigung aufhaſchen, ſo werde ich Ihnen damit aufwarten, wiewohl es Ihnen vielleicht nicht einmal die Mühe vergilt, die Ihnen das Leſen meiner langweiligen und abgeſchmackten Briefe verurſacht. Ihr ergebenſter H. Melford.

An Dortor Ludwig. Bath, den 23. April Liebſter Doctor!

Wüßte ich nicht, daß Sie als Arzt daran gewöhnt ſind, den ganzen Tag nichts als Klagen und wieder Klagen zu hören, ſo würde ich mir ein Gewiſſen daraus machen, Sie mit meinen Briefen zu behelligen, die man mit Fug und Recht Klaglieder des Matthias Bramble nennen könnte. Indeſſen glaube ich doch auch mit einigem Recht die Ergüſſe meiner trübſeligen Laune Ihnen zuwenden zu dürfen, da es Ihre Pflicht und Schuldigkeit iſt, mir das aus dem Körper zu ſchaffen, was dieſelben veranlaßt, und aufrichtig geſtanden, es iſt keine geringe Erleichterung meiner Beſchwerden, einen vernünftigen Freund zu haben, gegen den ich meine gallenbitteren Säfte ausſchütten kann, die, wenn ich ſie bei mir behalten müßte, eine unerträgliche Schärfe bekommen würden.

Vor Allem thue ich Ihnen zu wiſſen, daß ich in Bath Alles anders finde, als ich mir's vorgeſtellt hatte; der Ort iſt ſo verän⸗ dert, daß ich kaum glauben kann, es ſey noch derſelbe, den ich vor etwa dreißig Jahren beſucht habe. Schon höre ich Sie ſagen: „Verändert iſt er allerdings, aber nur zu ſeinem Vortheil, eine