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der Ruhe und Stille geweihten Tempel zu erwarten hat, daß ich unfehlbar morgen ausziehen und aus dem Gedränge zu entkommen ſuchen werde, ehe Sir Ulic ſeinen Ball mit Lady Macmanus er⸗ öffnet: eine Conjunctur, die mir nichts Gutes verſpricht.“ Dieſe Erklärung war der Jungfer Tabitha, die keine ſo zarten Ohren hat wie ihr Bruder, nichts weniger als angenehm. Sie meinte, das wäre doch großer Unſinn, aus ſo angenehmen Zimmern wie⸗ der auszuziehen, nachdem man ſich kaum ein wenig eingerichtet habe. Es wundere ſie, wie er ſo ein Feind von Muſik und Luſtig⸗ keit ſeyn könne; ſie höre keinen Lärmen, als den er ſelbſt mache, und in einer Haushaltung könne es offenbar nicht zugehen wie in einer Pantomime. Er könne auf ihr Schelten ſticheln, ſo lang er wolle, ſie ſchelte doch nie, außer wenn es zu ſeinem Beſten gereiche, allein ſie könne ihm nichts zu Danke machen, und wenn ſie auch Blut und Waſſer in ſeinem Dienſte ſchwitze.— Ich habe ſtarken Verdacht, meine Tante, die dem verzweifeltſten Cölibat ent⸗ gegen ſieht, hegt Abſichten auf das Herz des Sir ulic Mackilligut, und füchtet, unſer urplötzliches Ausziehen könnte ihren Plan verei⸗ teln. Ihr Bruder ſagte, indem er ſie ſeitwärts anſah:„Um Ver⸗ gebung, Schweſter, ich müßte ein wahrer Hottentotte ſeyn, wenn ich das Glück nicht empfände, eine ſo ſanftmüthige, gefällige, aufgeräumte und verſtändige Geſellſchafterin und Haushälterin zu beſitzen; da ich indeß einmal einen ſchwachen Kopf und einen ſo ſchmerzlich ſcharfen Gehörſinn habe, ſo muß ich, bevor ich meine Zuflucht zur Baumwolle nehme, ſehen, ob ſich nicht eine andere Wohnung findet, wo ich mehr Ruhe und weniger Muſik haben kann.“ Sofort ſandte er ſeinen Bedienten auf Kundſchaft aus, und am andern Tag fand er ein kleines Haus in der Milſham⸗ ſtraße, das er wochenweiſe miethete. Hier genießen wir zwiſchen unſern vier Wänden doch wenigſtens ſo viel Beguemlichkeit und Ruhe, als ſich mit Tabitha's Gemüthsart verträgt; aber der Oheim klagt immer noch über fliegende Schmerzen im Magen und Kopf,


