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deckung nur gewinnen kann; man ſieht daraus wenigſtens, daß ſie noch kein ſo abgelegenes Stück Waare iſt, wie viele Leute glauben. Ich meines Theils erkläre Ihnen mit aller Aufrichtigkeit der Freundſchaft, daß ich nie die mindeſte Bekanntſchaft, geſchweige ein Liebesverhältniß mit dieſem Weibsbilde gehabt habe; wenn ſie ſich übrigens wirklich in den Umſtänden befindet, wie Sie ſchreiben, ſo denke ich immer, Freund Manſel wird dahinter ſtecken. Seine Beſuche bei dieſem Heiligthum waren eben kein Ge⸗ heimniß, und wenn ich erwäge, daß er mir ſeit meinem Abſchied bon der alma mater ſchon verſchiedene Liebesdienſte erwieſen hat, ſo glaube ich ihm nicht zu nahe zu treten, wenn ich ihn für fähig halte, mir hinterrücks dieſen Skandal anzuhängen. Wenn ihm indeß mein Name irgendwie nützlich ſeyn kann, ſo ſteht er ihm mit Vergnügen zu Dienſten, und wenn die Lucretia es über ihr zartes Gewiſſen bringen kann, das Kind ihrer Liebe mir zuzu⸗ ſchwören, ſo muß ich Sie nur um die Güte erſuchen, die Sache in meinem Namen mit einem Kirchenvorſteher abzumachen; ich will dann ohne Widerſtreben die Strafe bezahlen; ſeyen Sie nur ſo gut und aſſigniren Sie ſogleich den ganzen Betrag auf mich. Ich folge hier nur dem Rathe meines Oheims, welcher meint, ich habe von Glück zu ſagen, wenn mir auf meinem Lebenswege nicht mehrere Geſchichten dieſer Art vorkommen. Der alte Herr hat mir geſtern Abend in ſehr heiterer Laune erzählt, er habe vom zwan⸗ zigſten bis in's vierzigſte Jahr nicht weniger als neun Baſtarde ernähren müſſen, und dieſe alle ſeyen ihm vön Weibsbildern zuge⸗ ſchworen worden, die er in ſeinem Leben nicht geſehen habe. Der Charakter des Herrn Bramble, für den Sie ſich ſehr zu intereſſiren ſcheinen, fängt an, ſich immer klarer zu entwickeln und mir von Tag zu Tag beſſer zu gefallen. Seine Eigenheiten verſprechen eine reiche Fundgrube von Unterhaltung; ſein Verſtand iſt, ſo weit ich beurtheilen kann, wohlgebildet, wenigſtens finde ich ſeine Be⸗ merkungen über die Begebenheiten des Lebens immer gleich tref⸗


