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und die ganze Nacht ſingt die Nachtigall ihr entzückendes Lied. Zur Abwechslung gehen wir in den Brunnenſaal, den man die Nymphe am Criſtallquell nennt und wo ſich die Geſellſchaft vor dem Mittageſſen verſammelt; da iſt denn die Unterhaltung ſo gutherzig, ſo ungezwungen und frei, und wir trinken ſo helles, klares, ſanftes und perlendes Waſſer, die Sonne iſt ſo lieblich und belebend, das Wetter ſo mild, der Spaziergang ſo angenehm, die Ausſicht ſo mannigfaltig, und die Schiffe und Boote, welche dicht unter den Fenſtern des Brunnenſaals den Fluß hinauf und herabfahren, liefern ein ſo buntes, lebendiges und zanberiſches Gemälde, daß eine geſchicktere Feder als die meinige dazu gehört, es zu beſchreiben. Dieſer Platz wäre ein vollkommenes Para⸗ dies für mich, wenn ich nur auch eine angenehme Geſellſchafterin und aufrichtige Freundin hätte, eine ſolche, wie meine theure Miß Willis immer geweſen iſt und hoffentlich immer ſeyn wird Ihrer ewig getreuen Lydia Melford.
P. S. Adreſſiren Sie Ihre Briefe nur immer an Win und
Jarvis wird ſie ſchon richtig beſorgen. Adieu.
An Sir Watkin Philipps im Jeſuitenkollegium zu Geford. Bath, den 21. April. Mein liebſter Philipps!
Sie haben allerdings ſehr recht, ſich zu wundern, daß ich Ihnen meine Bekanntſchaft mit Miß Blackerby verſchwiegen habe, wäh⸗ rend ich Ihnen doch aus andern Verhältniſſen der Art niemals ein Geheimniß gemacht habe. Ich will Ihnen ſagen, wo der Knoten ſteckt. Ein ſolcher Umgang iſt mir niemals im Schlafe eingefallen, nun ſchreiben Sie auf einmal, die Folgen davon wollen mit Ge⸗ walt an's Tageslicht. Es iſt noch ein Glück für Sie, daß Ihr guter Name keinen Schaden dabei leidet, ſondern bei der Ent⸗


