Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Zuletzt kam er nach unſerer Wohnung zu Clifton und ging vor der Thüre auf und ab, als wünſchte er Jemand zu ſprechen. Mein thörigtes Herz fing heftig an zu klopfen und ich bat Win, ihm in den Weg zu treten; allein das arme Mädchen iſt ſo ſchwach⸗ nervig und fürchtete ſich vor ſeinem Barte. Mein Oheim, der ein paar neue Brillen kaufen wollte, ließ ihn heraufrufen, und während er ſie probirte, kam der Mann auf mich zu und flüſterte... O gütiger Gott, was meinen Sie, daß er ſagte? Ich bin Wilſon! In dieſem Augenblick fiel mir ſein Geſicht auf; es war allerdings Wilſon, aber ſo verſtellt, daß es unmöglich geweſen wäre, ihn zu kennen, wenn mir mein Herz nicht dazu geholfen hätte. Ich war ſo überraſcht und erſchrocken, daß ich in Ohnmacht fiel; doch kam ich bald wieder zu mir und fand, daß ich auf einem Stuhle ſaß und er mich hielt, indeß mein Oheim noch mit der Brille auf der Naſe im Zimmer herum rannte und um Hülfe rief. Ich hatte keine Gelegenheit, ihm etwas zu ſagen, aber unſere Blicke ſprachen deutlich genug. Man gab ihm ſein Geld für die Brillen und dann ging er. Nachher ſagte ich der Win, wer es geweſen ſey und ſchickte ſie ihm in den Brunnenſaal nach; da ſprach ſie mit ihm und bat ihn in meinem Namen, er möchte ſich von hier wegbegeben, damit mein Oheim oder Bruder keinen Arg⸗ wohn ſchöpfen, wenn er mich nicht anders vor Angſt und Ver⸗ druß ſterben ſehen wolle. Der arme junge Menſch betheuerte mit thränenden Augen, er habe mir eine ganz beſondere Nachricht mit⸗ zutheilen, und fragte, ob ſie mir einen Brief einhändigen wolle; dieß ſchlug ſie aber auf meinen Befehl rund ab. Als er fand, daß ſie auf ihrer Weigerung feſt beharrte, bat er ſie, mir zu ſagen, er ſey kein Schauſpieler mehr, ſondern ein Edelmann, und als ſolcher werde er bald offen mit dem Geſtändniß ſeiner Liebe hervortreten, ohne Tadel oder Vorwürfe zu beſorgen. Ja, er ſagte ihr ſogar ſeinen Namen und ſeine Familie, aber zu meinem größten Leidweſen hat es vas einfältige Mädchen in der Angſt