Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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bringen läßt. Sagen Sie mir doch, was Sie von der unver⸗ ſchämten, lächerlichen und abgeſchmackten Meinung dieſes ſimpel⸗ haften Doctors über meine Krankheit halten. Ich bin nichts we⸗ niger als waſſerfüchtig, ſondern im Gegentheil ſo ſchmächtig wie ein Windhund; meine Knöchel habe ich mit einem Bindfaden ge⸗ meſſen und finde, daß die Geſchwulſt mit jedem Tag abnimmt. Der liebe Gott wolle uns in Gnaden vor ſolchen Doctoren be⸗ wahren! Ich habe in Bath noch keine Wohnu man jeden Augenblick eine haben kann und i ſelbſt ausſuchen will. Ich brauche meinem lieben Doktor wohl nicht beſonders zu bemerken, daß eine Vorſchrift von Ihnen in Beziehung auf Trinken und Baden ganz beſonders angenehm ſeyn wird S Ihrem ergebenſten Diener

Matthias Bramble.

P. S. Faſt hätte ich vergeſſen, daß auf meinem rechten Knöchel ein Grübchen ſtehen bleibt, wenn ich mit dem Finger darauf drücke, ohne Zweifel ein Zeichen, daß mein Uebel nicht leukophlegmatiſch, ſondern ödematiſch iſt.

An Miß Letty Willis in Glouceſter. Bei der heißen Quelle, den 21. April. Meine liebſte Letty!

Ich hatte eigentlich im Sinn, Ihnen nicht eher wieder mit einem Briefe läſtig zu fallen, bis wir in Bath eingerichtet wären; da indeß Jarvis abgeht, ſo kann ich dieſe Gelegenheit nicht vorbei⸗ laſſen, zumal, da ich Ihnen etwas ganz Außerordentliches mitzu⸗ theilen habe. O, meine liebſte Freundin! was habe ich Ihnen nicht zu erzählen? Mehrere Tage lang zeigte ſich ein Mann bei der Quelle, der Brillen feil hatte, und ausſah wie ein Jude; er ſah mich ſo oft und ſo ernſt an, daß ich darüber ganz unruhig wurde.