Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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Ihre Engelsmilde mein Herz erfüllt! Gütiger Gott, nie habe ich Ihren Namen ausſprechen gehört, ohne daß mein Herz hoch aufjauchzte vor Freude. Die entfernteſte Hoffnung, Ihrer Geſell⸗ ſchaft gewürdigt zu werden, füllte meine ganze Seele mit wonne⸗ voller Unruhe. Wenn die Zeit herannahte, ſchlug mein Herz mit ver⸗ doppelten Schlägen, und jede Nerve zitterte vor heftiger, freudiger Erwartung: aber wenn ich mich nun wirklich in Ihrer Geſellſchaft befand, wenn ich Sie ſprechen hörte, wenn ich Ihr Lächeln ſah, Ihre zauberiſchen Augen huldreich auf mich gerichtet erblickte, da drängte ſich in meine Bruſt ein ſolcher Tumult von Wonne, daß ich durchaus unvermögend war, meine Empfindungen auszuſprechen, und meine Freude himmliſcher Verzückung glich. Ermuthigt durch Ihre holdſelige Freundlichkeit, wagte ich es, die Gefühle meines Herzens zu ſchildern. Sie haben meine Anmaßung nicht mit Un⸗ willen zurückgewieſen. Sie waren nicht unempfindlich für meine Leiden und gaben mir die Erlaubniß, zu hoffen. Sie dachten günſtig, vielleicht zu günſtig von dem, was ich wirklich ſey gewiß iſt es, daß ich in der Liebe kein Komödiant bin ich rede die Sprache meines eigenen Herzens, wie mich ſolche die Natur lehrt, nicht eine vorgeſchriebene Rolle. Aber in dieſem Herzen iſt noch etwas, das ich Ihnen nicht entdeckt habe. Ich ſchmeichelte mir doch ich will ich darf nichts weiter ſagen. Theuerſte Miß Liddy! Um des Himmels willen, ſinnen Sie doch wo möglich auf ein Mittel, daß ich Sie noch einmal ſprechen kann, bevor Sie Glouceſter verlaſſen; ſonſt weiß Gott was doch ich merke, mein Verſtand wird mir ſchon wieder ungetreu. Ich will mich be⸗ ſtreben, dieſe harte Prüfung mit Standhaftigkeit zu ertragen. So lange mich meine Sinne nicht verlaſſen und ich mir Ihrer Zärt⸗ lichkeit und Treue bewußt bin, habe ich wahrhaftig keine Urſache, zu verzweifeln. Gleichwohl drückt mich ein tiefer Schmerz zu Boden. Es iſt mir, als ob die Sonne mir ihr Licht verweigerte, als ob ein düſteres Gewölke über meinem Haupte hinge, als ob