Teil eines Werkes 
13. Band, Humphry Klinkers Fahrten : Roman : 1. Band (1841) The expedition of Humphry Clinker
Entstehung
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meine Sünden zu quälen, und doch bin ich mir keiner ſo ſchweren Sünden bewußt, um ein ſolches Hiob'ſches Hauskreuz zu verdienen. Bin ich nicht ein Narr, daß ich mir nicht alle dieſe Plagen auf einmal vom Halſe ſchaffe? ich bin ja, Gott ſey Dank, mit Tabby nicht verheirathet und die andern zwei ſind auch nicht meine leib⸗ lichen Kinder. Sie ſollen einen andern Vormund ſuchen; ich für meine Perſon bin nicht im Stand, für mich ſelbſt zu ſorgen, ge⸗ ſchweige denn mich mit ſchwindelköpfigen Knaben oder Mädchen herumzuſchlagen. Sie wünſchen alſo ſehr, zu erfahren, welche Be⸗ wandtniß es mit unſerem Abenteuer zu Glouceſter hat: ich will kurze Worte machen, denn ich hoffe, der Spaß iſt zu Ende. Liddy war ſo lang in einer Penſion eingeſperrt(was nächſt einem Nonnen⸗ kloſter die elendeſte Erziehungsanſtalt iſt, die man für junge Mäd⸗ chen hat erdenken können), daß ſie ſo entzündbar geworden iſt, wie Feuerſchwamm, und als ſie an einem Feiertag im Theater war bei meiner Seele, ich ſchäme mich, es auszuſchreiben ver⸗ liebte ſie ſich in einen der Schauſpieler, einen hübſchen jungen Burſchen, der ſich Wilſon nennt. Der Bube merkte bald, daß er Eindruck gemacht hatte, und wußte es ſo einzuleiten, daß er ſie in einem Hauſe, wohin ſie mit ihrer Hofmeiſterin auf eine Taſſe Thee gegangen war, zu ſprechen bekam. So begann eine Bekanntſchaft, die ſie durch Vermittlung einer Schanddirne von Putzmacherin unterhielten, von welcher die Koſtgängerinnen ihre Hüte u. ſ. w. bezogen. Als wir zu Glouceſter anlangten, kam Liddy zu ihrer Tante in's Logis und Wilſon hatte die Magd beſtochen, daß ſie ihr einen Brief einhändigte; aber wie es ſcheint, hatte Hieronimus ſich bei dieſer Magd(er mag ſelbſt wiſſen, auf welche Art) ſo ſehr in Anſehen geſezt, daß ſie ihm den Brief brachte und auf dieſe Art das ganze Geſchichtchen ans Tageslicht kam. Der tolle Burſche ſagte mir kein Wort, ſondern ſuchte ſogleich Wilſon auf, und ich glaube, daß er nicht viel Komplimente mit ihm gewechſelt hat. Der Theaterheld war viel zu romantiſch, um ſich dieß gefallen zu