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laſſen; er antwortete wie Ritter Roland, und nun erfolgte eine
förmliche Forderung. Sie beſchieden einander auf den folgenden Morgen, um den Streit mit Schwert und Piſtolen zu entſcheiden. Ich wußte nichts von dem ganzen Handel, bis Herr Morley Mor⸗ gens vor mein Beit kam und mir ſagte, er beſorge, mein Neffe
habe ein Duell vor, denn er habe ihn am Abend vorher ſehr
laut und heftig mit Wilſon in ſeiner Wohnung ſprechen hören und nachher ſey er in einen Kaufladen gegangen, um Pulver und Blei zu kaufen. Ich machte mich ſogleich aus dem Bette und als ich nach ihm ſchickte, hieß es, er ſey ſo eben ausgegangen. Nun bat ich Morley, den Friedensrichter herauszuklopfen, damit er amtlich einſchreiten möchte; einſtweilen aber hinkte ich hinter meinem Jun⸗ ker her, den ich von ferne mit großen Schritten nach dem Thore zueilen ſah. Trotz aller Anſtrengungen konnte ich ihn aber nicht
einholen, bis unſere beiden Fechter ihr Schlachtfeld eingenommen
hatten, und bereits das Pulver auf die Zündpfanne ſchütteten. Zum Glück verſteckte mich ein altes Haus vor ihren Augen, ſo daß ich auf einmal hervortrat, ehe ſie mich gewahr wurden. Die beiden jungen Herren machten ſchiefe Geſichter und ſuchten auf verſchiede⸗ nen Wegen zu entwiſchen; allein in dieſem Augenblick kam Morley mit Gerichtsdienern an, nahm Wilſon in Verwahrung, und Je⸗ romchen folgte ihm ruhig in's Haus des Richters. Ich wußte noch keine Silbe von Allem, was am vorhergehenden Tage vorgefallen war und keine von beiden Partheien wollte etwas geſtehen. Der Richter bemerkte, es ſey höchſt anmaßend und verwegen von Wilſon, ſich gegen einen Edelmann ſo zu vergehen, während er weiter nichts als ein herumſtreichender Komödiant ſey, und drohte, ihn auf der Stelle einſperren zu laſſen. Der junge Burſche brauste gewgltig auf und erklärte, er ſey ebenfalls ein Mann von Ehre und ver⸗ lange als ſolcher behandelt zu werden; mehr aber konnte man nicht aus ihm herausbringen. Man ſchickte nach dem Direktor der Bande, fragte ihn über Wilſon aus, und dieſer ſagte, der junge


