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mann zu ſtrafen, der Anſprüche auf feinen Geſchmack mache und in Folge eines Werkes, das er unter allgemeinem Beifall in die Welt geſchickt, ſeine Bekanntſchaft nicht nur gewünſcht, ſondern auch eifrigſt geſucht habe.
„Er bat mich, ihn zu beſuchen,“ ſagte der Autor,„und überhäufte mich mit Artigkeiten und Freundſchaftsbetheurungen, beſtand darauf, ich möchte ihn als vertrauten Freund betrachten, und ohne Umſtände zu allen Stunden zu ihm kommen, und nöthigte mich, ihm zu ver⸗ ſprechen, daß ich wenigſtens dreimal in der Woche bei ihm frühſtücken wollte. Kurz ich hielt mich für ſehr glücklich, daß ein Mann von ſeinem Gewicht und Ruf, in deſſen Macht und Kraft es ſtand, mich auf meiner Bahn zu unterſtützen, daß ein ſolcher Mann mir ſo freund⸗ ſchaftlich entgegen kam. Um ihm nun keinen Anlaß zu der Vermuthung zu geben, daß ich ſeine Freundſchaft vernachläßigte, ging ich zwei Tage nachher zu ihm, um, der Einladung gemäß, Chokolade bei ihm zu trinken. Allein Se. Hochwohlgeboren waren vom geſtrigen Ball ſo ſpät nach Hauſe gekommen, daß ſein Kammerdiener es nicht wa⸗ gen wollte, ihn ſo früh zu wecken. Ich ließ meinen Empfehl an Se. Lordſchaft zurück und auch eins meiner Manuſeripte, nach deſſen Durchſicht er ſich über alle Maßen geſehnt hatte.
„Am folgenden Morgen wiederholte ich meinen Beſuch, damit meines hohen Gönners Ungeduld, mich zu ſehen, keine nachtheilige Wirkung auf ſeine Geſundheit haben möchte. Da erfuhr ich von ſeinem Kammerdiener, er habe ſich an meinem zurückgelaſſenen Ma⸗ nuſcripte ſehr delectirt, und einen großen Theil davon durchgeleſen. Im Augenblicke aber hätte er ſo viel zu thun, um ein paſſendes Coſtüm zu einer Privatmaskerade auszuſinnen, die eben den Abend ſtattfinden ſollte, daß er nicht das Vergnügen haben könnte, meine Geſellſchaft beim Frühſtück zu genießen. Dieſe Entſchuldigung paſ⸗ ſirte, und ſo ließ ich ſie gelten. Ich kam in einem oder zwei Tagen wieder. Da hieß es denn, der Lord habe dringende Geſchäfte. Dieß konnte möglich ſeyn und deßhalb kam ich zum viertenmal wieder in


