Teil eines Werkes 
12. Band, Peregrine Pickle : Roman : 5. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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boten, und ſeine Einführungsode laut abgeleſen, die allgemeinen Bei⸗ fall einerntete. Hierauf ward ihm der übliche Eid vorgelegt, der ihn verpflichtete, auf die Ehre und den Vortheil der Geſellſchaft in jedem Stande des Lebens Rückſicht zu nehmen, ſo viel nur in ſeinem Ver⸗ mögen ſtände. Nachdem ihm derſelbe abgenommen war, wurden ſeine Schläfe mit einem Lorbeerkranze umwunden, der zu ſolchen Einwei⸗ hungen heilig aufbewahrt wurde.

Nach Vollziehung dieſer Ceremonien warf das neue Mitglied die Blicke rings im Saale umher, und nahm ſeine Collegen in etwas ſchärferen Augenſchein. Er bemerkte an ihnen eine ſeltſame Samm⸗ lung von Perücken in Rückſicht auf Farbe, Form und Umfang, der⸗ gleichen ihm noch nie vorgekommen war. Diejenigen, die zu beiden Seiten dem Präſidenten zunächſt ſaßen, zeichneten ſich durch ehrwür⸗ dige Alongeperücken aus, deren Touppes von bewundernswürdiger Ver⸗ ſchiedenheit waren. Einige ſtiegen abwärts, wie das Glacis in einer Feſtung, andere erhoben ſich mit zwei verſchiedenen Spitzen, gleich den Bergen Helikon und Parnaß; andere aber waren wie die Hörner des Jupiter Ammon gewunden und zurückgebogen. Nächſt dieſen erſchie⸗ nen Beutel⸗, Stutz⸗ und Zopf⸗Perücken; manche davon waren bloße succedanea, künſtlich genug von ihren Eigenthümern ſelbſt fabricirt; an den untern Enden des Tiſches aber zeigten ſich unförmliche Haar⸗ maſſen, die ſich gar nicht beſchreiben ließen.

Ihre Kleidungen paßten zu ihren Kopfbedeckungen. Der Anzug der obern Bank war anſtändig und ſauber; der der zweiten Claſſe abgetragen und fleckig, und am untern Ende des Zimmers bemerkte er verſchiedene Verſuche, zerriſſene Beinkleider und ſchmutzige Wäſche zu verbergen. Ja, er konnte aus ihren verſchiedenen Phyſiognomien die verſchiedenen Gattungen der Poeſie erkennen, welchen jedes Indi⸗ viduum ſich widmete. Er ſah ganz deutlich die Tragödie in der gra⸗ vitätiſchen Feierlichkeit des Blicks, die Satyre aus den Stirnrunzeln des Neides und Mißvergnügens hervorlauſchen, die Elegie aus einem Leichengeſichte hervorgreinen, die Idylle aus höchſt fade⸗ſchmachten⸗