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Der Hauptzweck dieſer Geſellſchaft war, wie geſagt, einander bei ihren Produkten beizuſtehen, und ihnen Beifall zu verſchaffen. Sie prieſen daher dieſelben wechſelsweiſe mit aller ihrer Kunſt und ihrem Einfluß, nicht nur in Privatunterredungen, ſondern auch durch ge⸗ legentliche Epigramme, Kritiken und Anzeigen, die ſie in öffentliche Blätter einrücken ließen, zum Verkauf an Dieſe Wiſſenſchaft, die man unter dem Namen der Lobhudelei kennt, trieben ſie mit ſolcher Schlauheit, daß oft ein Autor über ſein eigenes Werk eine Schmäh⸗ kritik ſchrieb, um die Neugier der Leute, die es überſehen hatten, anzuregen. Ungeachtet der allgemeinen Harmonie in dieſer Geſell⸗ ſchaft währte doch ſeit langer Zeit eine Privaterbitterung fort zwiſchen den beiden odgedachten Nebenbuhlern wegen des Vorrangs, ob er wohl durch die Mehrheit der Stimmen dem gegenwärtigen Vorſteher zu⸗ erkannt worden war. Dieſer heimliche Groll äußerte ſich nicht in Schmähungen oder in Herausforderung, ſondern er offenbarte ſich bei jeder Zuſammenkunft durch Verſuche, einander durch beißende Ein⸗ fälle und ſinnreiche Einwürfe zu verdunkeln. Demnach ward jedes⸗ mal gegen Abend ein leckeres Gericht von dieſer Art aufgetiſcht, das zur Unterhaltung und den jüngern Mitgliedern zum Beiſpiel diente. Sie ermangelten nie, ſich bei dieſer Gelegenheit zu theilen und ſich für einen oder den andern der beiden Kämpfenden zu erklären, den ſie durch ihre Blicke, Geberden und Beifall, ſo wie es der Dispüt mit ſich brachte, aufmunterten.
Die Sitzungen dieſer ehrenwerthen Soeietät wurden in dem beſten Zimmer eines Alehauſes gehalten. Hier konnte ein Jeder, je nach⸗ dem es ſeiner Borſe oder Neigung convenirte,— denn jedes Mit⸗ glied bezahlte beſonders für das, was es gewählt hatte— Wein, Punſch oder Bier bekommen; und hier ward unſer Held unter zwan⸗ zig ihm ganz unbekannte Leute eingeführt, deren Geſichter und An⸗ zug ein ſehr maleriſches Quodlibet bildeten. Man empfing ihn mit der größten Feierlichkeit auf das Liebreichſte. Ihm ward ſein Platz zur Rechten des Präſidenten angewieſen, ſodann Stillſchweigen ge⸗


