Teil eines Werkes 
12. Band, Peregrine Pickle : Roman : 5. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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zug gehabt hätte. Nach einer langen Pauſe der Betäubung ſammelte ſich Peregrine ſo weit, daß er ihm ſagen konnte:„Sie irren ſich ent⸗ weder ganz über die Maßen, oder der verſtorbene Lord iſt der größte Schuft auf Erden geweſen. Allein, mein Herr Haushofmeiſter, er⸗ lauben Sie mir, Ihnen zu ſagen, daß Ihre bloße Verſicherung hier⸗ über mich nicht wird bewegen können, den Verluſt von zehntauſend Pfund ruhig zu ertragen.“

Nach dieſen Worten ging er ſo entrüſtet fort, daß er kaum wußte, wohin er ſeine Schritte wandte. Da der Park auf ſeinem Wege lag, ſo ſchlenderte er in demſelben umher, und brach in einen Monvlog zum Lobe ſeines verſtorbenen Freundes aus. Der Refrain deſſelben war allemal eine Reihe unzuſammenhängender Flüche gegen ſich ſelbſt, bis ſich endlich ſeine Aufregung ſo weit legte, daß er Be⸗ trachtungen anſtellen konnte. Er erwog nun ernſtlich und voll Küm⸗ merniß ſein Mißgeſchick und beſchloß, ohne Zeitverluſt Rechtsgelehrte zu Rathe zu ziehen. Doch vor allen Dingen nahm er ſich vor, ſich ſelbſt an den Erben zu wenden; vielleicht iſt dieſer, dachte er, durch eine ganz ungeſchminkte Darſtellung der Sache zu bewegen, daß er mir Gerechtigkeit wiederfahren läßt.

Dieſem Entſchluß zufolge ſteckte er am folgenden Morgen ſeine Schriften zu ſich, und begab ſich in einer Sänfte nach dem Hauſe des jungen Lords. Sein gutes Anſehen und ein kleines Trinkgeld an den Thürſteher verſchafften ihm Zutritt zu demſelben. Er legte dem jungen Edelmann die ganze Sache umſtändlich vor, beglaubigte ſeine Behauptungen durch die mitgebrachten Dokumente, und ſchil⸗ derte den Schimpf, den er auf das Andenken des Verſtorbenen brin⸗ gen würde, wenn er ſich genöthigt ſehen ſollte, ſich wegen der Sache an ein öffentliches Juſtizkollegium zu wenden.

Der Teſtamentsvollſtrecker, ein Mann von feiner Erziehung, be⸗ klagte ihn mit dem gutherzigſten Weſen, wiewohl er ſich über die Sache ſelbſt nicht ſehr zu verwundern ſchien; allein er wünſchte, daß, wenn der Betrug einmal begangen werden ſollte, der Schaden den