Teil eines Werkes 
11. Band, Peregrine Pickle : Roman : 4. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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zZut bekannt zu ſeyn, wie ein Zollbeamter. Der Oheim erſtaunte demnach nicht wenig über ſeine ausgebreiteten Kenntniſſe, und äußerte ſeine Verwunderung, wie ein ſo munterer junger Mann ſowohl Muße als Neigung genug gehabt hätte, Gegenſtände ſo ſcharf in's Auge zu faſſen, die von den modiſchen Zeitvertreiben der jungen Herren ſo weit abſeits lägen.

Peregrine ergriff den günſtigen Moment, um dem Alten zu er⸗ zählen, wie er von einer Reihe von Kaufherren abſtammte, und wie er ſich ſchon von früher Jugend an darauf gelegt habe, von den ver⸗ ſchiedenen Zweigen des Handels Unterricht zu erlangen, und denſel⸗ ben nicht nur als das Metier ſeiner Familie, ſondern auch als die Quelle der Nationalreichthümer und der Macht angeſehen. Darauf brach er in Lobeserhebungen des Handels und aller Beförderer deſſel⸗ ben aus; und zum Gegengemälde ſtellte er vermöge ſeines ganzen Spöttertalents die Manieren und die Erziehungsart der Vornehmen mit ſo poſſierlichen Zügen auf, daß des Kaufmanns Wanſt mächtig vor Lachen erſchüttert wurde, und er ſogar in Lebensgefahr gerieth. Der Alte ſah nunmehr unſern Helden als ein Wunder von Mäßig⸗ keit und geſundem Verſtande an.

Nachdem ſich Peregrine ſolchergeſtalt bei dem Herrn Onkel ein⸗ geſchmeichelt hatte, beurlaubte er ſich. Am folgenden Vormittag be⸗ ſuchte er die Nichte in ſeinem Wagen. Dieſe hatte von ihren An⸗ verwandten die Ermahnung erhalten, ſich gegen den jungen Herrn behutſam zu benehmen, und ſich wohl zu hüten, den Huldigungen

eines ſo reſpektabeln Anbeters die nöthige Aufmunterung zu verſagen.