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Cadwallader verſetzte mit ſeiner gewöhnlichen Höflichkeit, ob ſie ihn für einen Courier oder für einen Spion hielte, daß ſie ihn ewig mit dieſer Frage quäle. Sodann ließ er ſich weitläufig über die thörichte Neugier der Menſchen aus, die, wie er ſagte, entweder aus Müßiggang oder aus Mangel an Ideen entſpränge. Hierauf wieder⸗ holte er faſt wörtlich den Bericht des Offiziers als eine unſtatthafte lächerliche Erzählung, die ein unwiſſender Haſenfuß erfunden hätte, der ſich dadurch eine wichtige Miene geben wollte, und die nur Leute glauben könnten, welche mit dem politiſchen Syſteme der Franzoſen und ihrer Macht gänzlich unbekannt wären.
Zur Beſtätigung dieſer Behauptungen bemühte er ſich, zu be⸗ weiſen, daß es dieſem Volke ſo bald nach den häufigen Verluſten im Kriege unmöglich ſey, nur den dritten Theil einer ſolchen Flotte auszurüſten. Dieſen Beweis beſtätigte er durch die feſte Verſicherung, daß die Häfen von Breſt und Toulon, wie er zuverläßig wüßte, gegenwärtig nicht ein Geſchwader von acht Linienſchiffen zuſammen⸗ bringen könnten.
Als das Parlamentsglied, der den Miſanthropen gar nicht kannte, ſeine feierlichen Verſicherungen ſo verächtlich behandeln hörte, glühte es vor Schaam und Unwillen. Es erhob ſeine Stimme und begann, an jedem Gliede zitternd, ſeine Wahrhaftigkeit mit großem Eifer zu vertheidigen. Unter ſeine Beweisgründe miſchte es manche un⸗ geſtüme Schmähung gegen den Uebermuth und die ungeſittetheit ſeines vermeintlichen Gegners. Dieſer ſaß mit dem ruhigſten Geſichte da, bis des Offiziers Geduld gänzlich erſchöpft war. Jetzt vernahm er erſt zu noch größerem Aerger, wie ſein Widerpart ſo taub ſey, daß nach aller Wahrſcheinlichkeit auch ſogar die letzte Poſaune keinen Eindruck auf ſeine Gehörwerkzeuge machen würde, wenn dieſelben nicht zuvor erneuert würden.


