Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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vielen Aeußerungen von Dankbarkeit und. Dienſtergebenheit; allein ſeine Nachgiebigkeit war ein bloßer Deckmantel des feſten Vorſatzes, ſeinem Herrn den ganzen Verlauf zu berichten. Dieſer Menſch war nicht nur dazu gemiethet, Kundſchafter der Frau zu ſeyn, ſondern auch auf das Betragen der Aufſeherin ein wachſames Auge zu haben. Hornbeck hatte ihm eine anſehnliche Belohnung verſprochen, wenn er in deren Aufführung etwas Unrechtes oder Verdächtiges entdecken würde. Den andern Bedienten, den ſie aus England mitgebracht, hatte der Herr bei ſich behalten, weil er deſſen Vertrauen durch den Rath verſcherzte, daß er ſeine Gattin, gegen die er wegen ihrer Aus⸗ ſchweifungen höchſt aufgebracht war, durch gelinde Mittel zu gewin⸗ nen ſuchen möchte.

Kraft des ihm obliegenden Amtes ſchrieb alſo der flandriſche Bediente mit der erſten Poſt an Hornbeck. Er meldete ihm das Abenteuer zu Verſailles ganz umſtändlich, und malte ihm den vor⸗ geblichen Bruder ſo genau ab, daß der Mann den erſten Entehrer ſeines Bettes gar nicht verkennen konnte. Dieß machte ihn denn ſo erbittert, daß er beſchloß, dieſem Räuber auflauern zu laſſen und ihn mit Eins außer Stand zu ſetzen, ferner ſeine Ruhe zu ſtören und mit ſeiner Frau weitere Gemeinſchaft zu pflegen.

Mittlerweile unterhielten die Liebenden einen Umgang ohne allen Zwang, und Peregrine's Plan, ſeine theure Unbekannte aufzuſuchen, ward vor der Hand noch aufgeſchoben. Seine Reiſegefährten wur⸗ den durch ſeine geheimnißvollen Gänge beunruhigt und Jolter's Herz dadurch mit Angſt und Schrecken erfüllt. Peregrine's beſorgter Füh⸗ rer hatte von ſeines Mündels Charakter bereits ſo viel Erfahrung gewonnen, daß er aus Beſorgniß eines plötzlichen Unfalls für ihn zitterte. Er lebte in beſtändiger Unruhe, wie ein Menſch, der unter der Mauer eines ſchwankenden Thurms geht. Auch ward ſeine Furcht eben nicht verringert, als der junge Herr, da man ihm ſagte der übrige Theil der Geſellſchaft wünſche nach Antwerpen zu gehen, zur Antwort gab: er wolle Niemandem Zwang anthun; aber was ihn