Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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nichts mehr zu unterſcheiden vermochte. Zu dem Ende ließ Pickle die Gläſer fleißig die Runde machen. Sie that ihm in einem fort Beſcheid ohne deutliche Zeichen von Trunkenheit. Endlich begannen Peregrine's Augen in ihren Kreiſen umherzutaumeln, und er fühlte, daß er zu allen Liebesgeſchäften wirklich untauglich ſeyn würde, be⸗ vor er ſeinen Plan ausgeführt hätte. Deßhalb nahm er zu ſeinem Kammerdiener ſeine Zuflucht. Dieſer verſtand ſogleich den erhaltenen Wink, und nahm es gar willig über ſich, die Rolle auszuführen, die ſein Herr angefangen. Nachdem er dieſe Sache zu deſſen großem Ver⸗ gnügen in Richtigkeit gebracht hatte, und es ungleich weiter vom Abend als vom Morgen war, ergriff Peregrine eine bequeme Gele⸗ genheit, ſeiner betagten Duleinea gar holdſelig das Verſprechen in's Ohr zu flüſtern, ſie zu beſuchen, wenn ſeine Schweſter ſich auf ihr Zimmer begeben haben würde. Zugleich bat er ſie inſtändigſt, die Thüre nicht zu verſchließen. Als er ihr dieſen angenehmen Wink gegeben hatte, ertheilte er der Miſtriß Hornbeck, als er ſie in ihr Zimmer führte, einen ähnlichen Bericht. Kaum herrſchte Dunkel und Stille im Hauſe, ſo machten er und ſein treuer Knappe ſich jeder auf ſeine verſchiedene Fahrt. Es würde Alles nach Wunſch abgelaufen ſehn, hätte der Kammerdiener ſich nicht neben ſeiner Ina⸗ morata vom Schlaf befallen und, durch einen fürchterlichen Traum geängſtigt, ein Geſchrei von ſich hören laſſen, deſſen Ton von der Stimme ihres vermeinten Bewunderers himmelweit verſchieden war. Sie weckte ihn deßhalb durch Kneipen und lautes Gekreiſch auf, drohte, ihn der Nothzüchtigung anzuklagen, und belegte ihn mit allen den Ehrentiteln, welche die Wuth getäuſchter Liebe einzugeben vermochte. Da der Franzmann ſich entdeckt ſah, benahm er ſich mit großer Mäßigung und Geſchicklichkeit bei der Sache. Er bat ſie, ſich zu beruhigen um ihres eigenen guten Namens willen, der ihm außer⸗ ordentlich werth ſey. Er betheuerte, daß er die unverbrüchlichſte Achtung gegen ihre Perſon hege, und habe er ihr noch nicht genug