Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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ben waren, brachte Peregrine die Ergötzlichkeiten dieſes Orts zur Sprache. Er fragte die junge Dame unter Anderm:„Haben Sie ſchon Verſailles geſehen, Frau Schweſter? Es iſt ein öffentliches Haus an einem Kanale, ungefähr zwei Meilen von der Stadt, hat recht artige Gärten und die beſten Geſellſchaften.“ Als ſie ein Nein darauf verſetzte, ſo ſchlug er vor, ſie ſogleich dahin zu begleiten. Allein gegen dieſen Vorſchlag lehnte ſich die Hofmeiſterin auf, die bis dahin ganz ſtill geſeſſen hatte. Sie antwortete ihm in gebroche⸗ nem Engliſch: dieſes Frauenzimmer ſtehe unter ihrer Aufſicht, und ſie könne es bei Monſieur Hornbeck nicht verantworten, wenn ſie ihr erlaube, einen ſo verdächtigen Ort zu beſuchen.

„Seyn Sie deßhalb ganz unbeſorgt, Madame,“ erwiederte der dreiſte Liebhaber,„ich ſtehe für die Folgen auf meine Gefahr, und nehme es über mich, Sie vor dem Unwillen meines Bruders zu ſichern.“ Zugleich befahl er dem Kutſcher, nach Verſailles zu fahren, und ließ ſeinen Wagen unter der Führung ſeines Kammerdieners nachfolgen. Die alte Frau ließ ſich durch ſeine Verſicherung über⸗ wältigen und unterwarf ſich ſeiner Autorität.

Als ſie an Ort und Stelle waren, half Peregrine den Frauen⸗ zimmern ausſteigen, und bemerkte dabei, daß die Duenna lahm ſey⸗ ein Umſtand, den er zu benutzen kein Bedenken trug. Denn kaum waren ſie ausgeſtiegen und hatten ein Glas Wein getrunken, ſo ſchlug er ſeiner Schweſter vor, einen Spaziergang in dem Garten zu machen. Die Alte wandte zwar alle Mühe an, ſie faſt immer im Geſichte zu behalten, dennoch aber genoßen ſie einer geheimen Unter⸗ redung. Pickle erfuhr dadurch, daß die wahre Urſache, weßhalb der Mann ſie bei ſeiner Reiſe nach Spaa zu Brüſſel gelaſſen, ſeine Furcht vor den Badegäſten und dem dort herrſchenden vertraulichen Tone geweſen ſey, welchen Gefährlichkeiten ſeine Eiferſucht ſie nicht aus⸗ zuſetzen wagte Ferner vernahm er: daß ſie drei Wochen in einem Kloſter zu Lille gelebt habe und auf ſeinen eigenen Antrieb wieder daraus befreit worden ſey, weil er ohne ihre Geſellſchaft nicht länger