Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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andern Fremden förmlich Abſchied und begab ſich nach dem Wirths⸗ hauſe, das ihm und ſeinen Reiſefährten empfohlen worden war. Sein Herz klopfte vor ungeduldiger Erwartung, in der beſtimmten Zeit eine freundliche Aufforderung von ihr zu erhalten.

Mittlerweile nahm er, um ſich zu zerſtreuen, das Stadthaus, das Arſenal, den Thiergarten, und des berühmten Buchhändlers Kunſtkabinet flüchtig in Augenſchein und brachte den Abend in der italieniſchen Oper zu, die damals zur Unterhaltung des Prinzen Karls von Lothringen, Statthalters der Niederlande, gegeben ward. Kurz die anberaumte Zeit war faſt verfloſſen, als Peregrine folgende Epiſtel erhielt:

„Mein Herr!

Wenn Sie wüßten, wie viel Ueberwindung es mich koſtet, Ihnen zu eröffnen, daß ich mich auf immer Ihren Bewerbungen entzogen habe, ſo würden Sie ſicherlich das Opfer loben, das ich der Tugend bringe und dieſes Beiſpiel der Selbſtverleugnung nachzuahmen ſtreben. Ja, mein Herr, der Himmel hat mir die Gnade verliehen, meine ſtrafbare Leidenſchaft bekämpfen zu können und hinfort den gefähr⸗ lichen Anblick Desjenigen zu vermeiden, der ſie erregte. Ich beſchwöre Sie demnach, ſowohl bei der Achtung, die Sie für unſer Beider zeitliches und ewiges Wohlergehen hegen müſſen, als bei der Ehrer⸗ bietung und Liebe, die Sie gegen mich äußerten, bezwingen Sie Ihre ſündliche Neigung und ſtehen Sie von allen Verſuchen ab, meinen lobenswürdigen Entſchluß zu vereiteln. Suchen Sie nicht die Ruhe eines Weſens zu untergraben, das Sie liebten, den Frie⸗ den einer Familie zu ſtören, die Ihnen nie etwas zu Leide gethan hat, und die Neigung eines ſchwachen Weibes von einem verdienſt⸗ vollen Manne abzuleiten, der auf den vollen Beſitz ihres Herzens die heiligſten Anſprüche hat.“

Dieſes Brieſchen ohne Datum und Unterſchrift verſcheuchte bei unſerm Helden alle Ueberreſte der Bedachtſamkeit. Er rannte in aller Ertaſe der Tollheit zum Wirth und verlangte den Boten zu