Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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Zweiundſechszigſtes Kapitel.

Peregrine beſchwört die ſchöne Flamländerin, in Brüſſel Beſuche anzu⸗ nehmen. Sie entzieht ſich ſeinen Verfolgungen.

Nachdem auf ſolche Weiſe Alles in Ordnung gebracht worden war und die Geſellſchaft ſich angekleidet hatte, fand man ſich früh um fünf Uhr zum Frühſtück ein, und ſaß eine Stunde ſpäter wieder im Eilwagen, in welchem das tiefſte Stillſchweigen herrſchte. Pere⸗ grine, ſonſt die Seele der Geſellſchaft, war wegen ſeines Unglücks außerordentlich ſchwermüthig und tiefſinnig; und der Iſraelit, ſo wie deſſen Dulcinea, ärgerten ſich über die Beſchimpfung, welche ſie erlitten hatten. Der Poet verlor ſich in hochfliegende Phantaſieen, der Maler in Entwürfe zur Rache. Jolter wiegte die Bewegung des Wagens in Schlaf und er hielt ſich für den bisher erlittenen Abgang an Ruhe ſchadlos. Dem Kapuziner und ſeiner ſchönen Pflegetochter ging das bewölkte Geſicht unſers Jünglings ſehr nahe. Beide nahmen an deſſen fehlgeſchlagenen Erwartungen, doch aus ver⸗ ſchiedenen Gründen, keinen unbeträchtlichen Antheil. Die allgemeine Erſchlaffung und der Mangel an körperlicher Bewegung machte Alle geneigt, ſich dem ſanften Joche des Schlummers zu unterwerfen.

In einer halben Stunde, nachdem ſie eingeſtiegen waren, war Keiner mehr von ihnen wach, ausgenommen unſer Held und deſſen Gebieterin, wofern es nicht etwa dem Kapuziner beliebte, ſich ſchla⸗ fend zu ſtellen, um Pickle'n eine günſtige Gelegenheit zu einer geheimen Unterredung mit ſeiner ſchönen Pflegbefohlenen zu bahnen.

Peregrine ließ ſich dieſe Gelegenheit nicht entgehen, ſondern er⸗ griff vielmehr den erſten Augenblick und beklagte ſich mit ſanftem Murren über ſein hartes Schickſal, das ihn zum Spielball des Glücks machte. Er verſicherte ihr, und zwar mit der größten Aufrichtigkeit, daß ihn alle Widerwärtigkeiten ſeines ganzen Lebens nicht halb ſo