Teil eines Werkes 
10. Band, Peregrine Pickle : Roman : 3. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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daß er ſich geirrt haben müſſe, und beſchuldigte den Doktor, ihn durch falſche Diagnoſtica irre geführt zu haben. Der Doktor beharrte indeß auf ſeinem Ausſpruch. Jetzt verſicherte er, hätte Pallet zwar einige lichte Augenblicke; doch ſein Wahnſinn würde ſich bald wieder ein⸗ ſtellen, wofern man nicht dieſe momentane Ruhe benützte und ihm in der erſinnlichſten Eile zur Ader ließe, Veſikatorieen applicirte und ein Laxier eingäbe.

Trotz dieſer Warnung wandte ſich der Hofmeiſter zu dem belei⸗ digten Theil und bat ihn um Verzeihung wegen des Antheils, den er an ſeiner Beunruhigung gehabt habe. Er erklärte ihm feierlich, ſeine Abſicht ſey hierbei auf nichts Anderes gerichtet geweſen, als etwas zu ſeinem Wohlſeyn beizutragen. Er habe darin lediglich der Vorſchrift des Arztes nachgelebt, welcher ihm verſichert, daß dieſe Maßregeln ſchlechterdings zu ſeiner Geneſung nothwendig wären.

Der Maler, der von Natur ſehr friedliebend war, ließ ſich durch dieſe Rechtfertigung zufrieden ſtellen. Allein ſein bisher ge⸗ theilt geweſener Unwille erglühte jetzt mit verdoppeltem Feuer gegen ſeinen erſten Reiſegefährten. Er ſah ihn für den Urheber aller bis⸗ her erlittenen Unfälle an und erkor ihn demnach zur Zielſcheibe ſeiner Rache. Doch waren die Pforten der Verſöhnung nicht gänzlich für den Doktor verſchloſſen. Dieſer hätte mit gutem Fug die Laſt des Beleidigers nur auf Peregrine wälzen und erklären dürfen, daß dieſer ohne Zweifel allein die Quelle aller Drangſale wäre, welche den Maler betroffen hatten. Doch in dieſem Falle hätte der Herr Doktor ge⸗ ſtehen müſſen, daß er trotz ſeiner großen medieiniſchen Kenntniſſe ſich geirrt habe; und zu Ablegung eines ſolchen Bekenntniſſes war ihm die Freundſchaft des Malers nicht wichtig genug, weßhalb er denn beſchloß, dieſen laufen zu laſſen, und allmählig das gute Vernehmen zu vergeſſen, in welchem er mit einem Menſchen geſtanden hatte, den er ſeiner ferneren Aufmerkſamkeit ſo unwürdig hielt.